Hilfsnavigation
Hauptmenu
Volltextsuche
Angebot von A bis Z

Von A - Z

von A bis Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Quickmenü
Select Language

Museum für Gegenwartskunst
15 Mio. Euro Zustiftung festigt Zukunft

15.10.2015

Dank eines vorbildlichen Zusammenwirkens zwischen der Siegener Stifterin Barbara Lambrecht-Schadeberg und dem Land NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen sowie der Sparkasse Siegen ist es gelungen, die Zukunft des Siegener Museums für Gegenwartskunst zu festigen: Nach der Devise „Ihr ein Drittel, ich zwei Drittel“ hat Barbara Lambrecht-Schadeberg die fünf "öffentlichen Hände" motiviert, gemeinsam mit ihr das Stiftungskapital der Peter Paul Rubens-Stiftung – von dessen Verzinsung das Museum lebt –, um mehr als 15 Mio. EUR aufzustocken.

Zugleich hat sie sich unwiderruflich verpflichtet, ihre herausragende Sammlung von derzeit 190 Werken der Rubenspreisträger der Stadt Siegen – soweit nicht schon geschehen – der Peter Paul Rubens-Stiftung spätestens von Todes wegen zum dauernden Verbleib im Museum für Gegenwartskunst zu schenken. Alle beteiligten Körperschaften haben nunmehr das Recht, einen Vertreter im Kuratorium der Peter Paul Rubens-Stiftung zu haben.

In einer Pressekonferenz aller Beteiligten im Museum für Gegenwartskunst wurde deutlich, dass dieser seit vielen Jahren verhandelte Vertrag nunmehr perfekt ist. Barbara Lambrecht-Schadeberg freute sich sichtlich über die Beteiligung der öffentlichen Hände „in diesen schweren Zeiten“ und wertete dies als Ermunterung, ihrerseits auch künftig über eine weitere Zukunftssicherung des Museums nachzudenken. Denn schließlich habe sich die Zinslage seit Beginn der Verhandlungen erneut dramatisch verschlechtert. Und es werde ja auch künftig Rubenspreisträger geben, deren Werke ihre Sammlung weiter bereichern sollten.

Staatssekretär Bernd Neuendorf vom Kulturministerium erklärte, dass das Land Nordrhein-Westfalen gerne Wort gehalten und dazu beigetragen habe, auch die drei anderen Ebenen mit ins Boot zu holen. Die Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Barbara Rüschhoff-Thale betonte, dass der LWL sich schon von Anfang an für das Museum für Gegenwartskunst engagiert und jetzt erreicht habe, dass die Sammlung der Rubenspreisträger in Siegen verbleibe. Landrat Andreas Müller erläuterte, dass der Kreis Siegen-Wittgenstein mit seiner Kulturpolitik Projekte unterstützen möchte, die eine Wirkung in die gesamte Region und darüber hinaus entfalten. Das Museum für Gegenwartskunst sei ohne Zweifel solch ein Projekt, das national wie international bei Kunstkennern ein hohes Ansehen genieße.

Bürgermeister Steffen Mues betonte die exponierte Lage, mit der die Stadt Siegen durch die dauerhafte mietfreie Überlassung des Gebäudes dem Museum für Gegenwartskunst immer eine gesonderte, herausgehobene Bedeutung in der städtebaulichen Entwicklung der Stadt Siegen zugeteilt habe – besonders berücksichtigt auch im Rahmen der Planungen des Campus Unteres Schloss. Zudem stellte er die enorme Strahlkraft des Museums als kultureller Leuchtturm für die Region heraus. Sparkassendirektor Wilfried Groos unterstrich diesen kulturellen Mehrwert, den das Museum für die Menschen der Region bietet – und darum auch von der Sparkasse Siegen unterstützt wird in Form von Spenden, Sponsoring und Zustiftungen.

Die 1997 durch Barbara Lambrecht-Schadeberg gegründete Peter Paul Rubens-Stiftung verfolgt im Wesentlichen zwei Kernaufgaben: Sie unterstützt durch ihre Erträge den Betrieb des 2001 eröffneten Museums und stellt die Sammlung Lambrecht-Schadeberg/ Rubenspreisträger der Stadt Siegen als Dauerleihgabe dem Museum zur Verfügung. Zur Sammlung gehören Werke von Malern, die seit 1957, zuletzt 2012, mit dem Siegener Rubenspreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden: Hans Hartung, Giorgio Morandi, Francis Bacon, Antoni Tàpies, Fritz Winter, Emil Schumacher, Cy Twombly, Rupprecht Geiger, Lucian Freud, Maria Lassnig, Sigmar Polke und Bridget Riley. Jüngste Erweiterungen für die Sammlung waren ein Landschaftsgemälde von Lucian Freud, ein großformatiges Wellenbild von Bridget Riley und ein frühes Werk Emil Schumachers.

 

Hier finden Sie das Statement von Landrat Andreas Müller im Rahmen der Pressekonferenz »Zukunftssicherung des Museums für Gegenwartskunst Siegen durch einzigartige Public-Private-Partnership« am Donnerstag, 15. Oktober 2015.

Seite zurücknach obenSeite drucken