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Landrat übergibt ersten REGIONALE-Stern an Institut für digitalisierte Arbeit
Müller: „Auswirkungen der Digitalisierung auf Menschen immer im Blick behalten!“

04.07.2019

Die Digitalisierungsmaßnahmen für Unternehmen in Südwestfalen besser zu koordinieren – das ist das Ziel des Instituts für angewandte Mensch-Technik-Interaktion zur Unterstützung digitalisierter Arbeit (AID). Das Institut soll Unternehmen in der Region auf ihrem Weg von analogen Stärken zu digitalen Chancen unterstützen und dabei alle Akteure besser miteinander vernetzen. Dafür haben sich die Projektträger um eine Förderung im Rahmen der REGIONALE 2025 beworben und jetzt einen ersten Stern von Landrat Andreas Müller überreicht bekommen. „Das Institut leistet eine herausragende konzeptionelle Entwicklungsarbeit für die Zukunft Südwestfalens. Denn wenn es um Digitalisierung in der Arbeitswelt geht, müssen wir uns immer ganz zentral fragen: ‚Was macht das mit den Menschen?‘ Nur wenn wir hier gute Antworten finden, wird die Digitalisierung auch auf Dauer insbesondere von den Beschäftigten positiv aufgenommen und akzeptiert werden“, so Müller.

„Um die Region nachhaltig zu stärken, müssen wir mit den Praktikern zusammen arbeiten“, ist Dr. Martin Stein vom Zentrum für die Digitalisierung der Wirtschaft Südwestfalen (ZDW) überzeugt. Deshalb will er das Projekt auch mit zahlreichen Partnern umsetzen: die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein, der Deutsche Gewerkschaftsbund Siegen-Wittgenstein, die Industrie- und Handelskammer Siegen, die IG Metall Siegen, die Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, der Kreis Siegen-Wittgenstein, der Kreis Olpe, das Fraunhofer FIT und die Universität Siegen. „Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig und richtig ist, ein solches Projekt umzusetzen, um die Herausforderungen der Veränderung der Arbeitswelt in der Zukunft gemeinsam anzugehen und für die Menschen in unserer Region positiv zu nutzen“, sagt André Arenz, DGB Kreisverbandsvorsitzender und IG Metall Bevollmächtigter im Kreis Olpe.

Unter Leitung des ZDW Südwestfalen soll in dem neuen Institut eine einheitliche Strategie zur Digitalisierung von Unternehmen aufgebaut und künftig umgesetzt werden. Es wird eine dauerhafte Kooperation zwischen Wirtschaft, Verbänden und Forschung angestrebt. „Bisherige Kooperationen im Bereich Digitalisierung bei uns in Südwestfalen sind zwar erfolgreich, wirken aber nur punktuell“, sagt Stein. Das soll sich mit dem neuen Institut ändern. Auch die Aktivitäten des „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Siegen“ sollen in das Institut einfließen. Das Kompetenzzentrum an der Universität Siegen arbeitet schon immer eng mit dem ZDW Südwestfalen zusammen, um kleine und mittlere Unternehmen in Südwestfalen und darüber hinaus bei der Digitalisierung zu unterstützen.

„Diese Initiative greift die bereits vorhandene, starke regionale Sozialpartnerschaft im Zeitalter zunehmender Digitalisierung von Arbeitsprozessen auf und stellt dabei den Menschen in den Mittelpunkt. Das Institut wird als sozialpartnerschaftliches Netzwerk sichtbar und ermöglicht die Kommunikation einer einheitlichen Botschaft in die Region hinein und darüber hinaus“, bekräftigt Ingo Degenhardt, Geschäftsführer DGB-Region Südwestfalen. Das AID-Institut soll Infrastrukturmaßnahmen bündeln und die direkte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis sicherstellen.

Besonders wichtig ist es den Projektverantwortlichen, dass die Sozialpartner mit an Bord sind. „Es ist entscheidend, die wirtschaftlichen Stärken unserer Region zu erhalten und auszubauen. Dafür müssen wir auf den Konzepten aufbauen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam für die Region entwickelt haben“, erklärt Stein. Das sehen die Sozialpartner auch so: „Wir als Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein unterstützen das Projekt gerne, um Unternehmen eine Plattform zu geben, damit sie sich bei Digitalisierungsmaßnahmen besser vernetzen und austauschen können“, sagt Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein.

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