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Kreistag berät über Klimaschutzkonzept
Landrat: Keine Zeit mehr verlieren, um Lebensgrundlagen zu erhalten

04.09.2018

Fünf neue Projekte wollen der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Städte und Gemeinden im Rahmen ihres gemeinsamen Klimaschutzkonzeptes in den nächsten Jahren umsetzen. Der entsprechende „Interkommunale Handlungsplan Klimaschutz und Energieeffizienz Siegen-Wittgenstein“ liegt jetzt vor und wird in den nächsten Wochen von verschiedenen Ausschüssen und dem Kreistag beraten.

„Beim Kampf gegen den Klimawandel dürfen wir keine Zeit mehr verlieren!“, betont Landrat Andreas Müller: „Wichtige Staaten ziehen sich zurück, die USA haben das Pariser Klimaschutzabkommen gekündigt und der amerikanische Präsident leugnet sogar, dass es überhaupt einen Klimawandel gibt. In dieser Situation springen vielerorts Kommunen in die Lücke und übernehmen mehr Verantwortung. Auch wir sind hier gefordert und haben die Möglichkeiten, unsere Anstrengungen zu intensivieren“, so Müller: „Wenn künftige Generationen überhaupt noch eine Lebensgrundlage haben sollen, dann müssen wir uns diesen Fragen verstärkt zuwenden und jetzt eine Trendwende schaffen“, betont der Landrat.

Starkregen, Klimabildung, Kommunikation, Nachhaltigkeit und Vernetzung

Zu den neuen Maßnahmen gehört zum Beispiel ein Projekt, das die Gefahren durch Starkregen in Siegen-Wittgenstein herausarbeiten und Lösungsansätze entwickeln soll.
Im Bereich „Klimabildung“ werden für unterschiedliche Zielgruppen und Orte – wie Kita, Schule oder außerschulische Lernorte – verschiedene Angebote entwickelt, um die Auswirkungen von Klimaveränderungen zu verdeutlichen und zugleich die Kompetenz zu vermitteln, das eigene Verhalten entsprechend zu verändern.

Die größte Herausforderung sehen der Kreis und die Städte und Gemeinden darin, nachhaltig für Fragen des Klimaschutzes zu sensibilisieren. Es gebe zwar ein abstraktes Bewusstsein für diese große gesellschaftliche Herausforderung, trotzdem sei das Thema kein Selbstläufer – besonders nicht im alltäglichen Handeln, heißt es in der Vorlage des Kreises. Deshalb soll eine umfassende Informations- und Kommunikationsstrategie erarbeitet werden, um dauerhaft die für das Thema nötige Aufmerksamkeit zu erzeugen.

In zwei weiteren Projekten geht es um die Vernetzung und die Querschnittsbetrachtung des Themas Klimaschutz. So soll sich der Klimaschutzmanager des Kreises aktiv in das klimanetzwerk.südwestfalen einbringen, um an Handlungs- und Lösungsstrategien für südwestfalen-typische Herausforderungen mitzuarbeiten.

Weil viele Lebensbereiche – vom Lernen über Arbeiten und Wohnen bis hin zur Landwirtschaft – Auswirkungen auf den Klimawandel haben, soll für den Kreis ein integriertes kommunales Nachhaltigkeitsmanagementsystem etabliert werden. Die Verwaltung schlägt vor, dass sich der Kreis im Rahmen des Projektes „Global nachhaltige Kommune NRW“ als Modellkommune für den Zeitraum ab 2019 beim Land bewirbt. Bad Berleburg gehörte bereits in der ersten Runde von 2016 bis 2018 den ersten 15 Modellkommunen.

Förderung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Der Handlungsplan wurde unter Federführung von Dr. Dominik Düber, Klimaschutzmanager des Kreises, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden erarbeitet. Die Verabschiedung des Planes durch den Kreistag ist Voraussetzung, um auch künftig Fördermittel für das interkommunale Klimaschutzmanagement vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative erhalten zu können.

Neben den neuen Maßnahmen sollen auch weitere Projekte fortgeführt werden, die im aktuellen Förderzeitraum begonnen wurden. Über notwendige Haushaltsmittel für einzelne Projekte soll der Kreistag mit den Haushaltsplänen für die jeweiligen Haushaltsjahre entscheiden, schlägt die Verwaltung vor.

Abschließende Beratung am 28. September

Mit dem „Interkommunalen Handlungsplan Klimaschutz und Energieeffizienz“ wird sich erstmals der Ausschuss für Umwelt-, Land- und Forstwirtschaft am 10. September beschäftigen, anschließend der Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung am 19. September. Die abschließende Beratung findet dann am 28. September im Kreisausschuss und im Kreistag statt.

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