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Erste Runde der Bedarfsgespräche mit den Kommunen abgeschlossen
Kreis plant mit 250 zusätzlichen Betreuungsplätzen zum kommenden Kindergartenjahr

22.02.2019

Zum neuen Kindergartenjahr ab August dieses Jahres werden rund 250 zusätzliche Betreuungsplätze in den zehn Städten und Gemeinden benötigt, für die das Kreisjugendamt zuständig ist*). Fast alle dieser Plätze werden durch neue Kitas bzw. Kitagruppen geschaffen werden, nur einige ganz wenige in Großtagespflegestellen bzw. bei Tagesmüttern oder -vätern. Das ist der aktuelle Planungsstand, nachdem das Kreisjugendamt in einer ersten Runde die absehbaren Bedarfe mit den Stadt- und Gemeindeverwaltungen besprochen hat. Dabei liegt der Schwerpunkt der Bautätigkeiten für neue Kinderbetreuungseinrichtungen in diesem Jahr in Burbach, Kreuztal und Freudenberg.

"Bei uns bekommt jedes Kind einen Betreuungsplatz."

In Wilnsdorf haben Landrat Andreas Müller, Kreissozialdezernent Henning Setzer und Bürgermeisterin Christa Schuppler kürzlich die Übergangskita Höhwäldchen besucht, die vom DRK Kreisverband betrieben wird. Dabei machte der Landrat noch einmal deutlich, das für ihn gilt: „Jeder der bei uns einen Betreuungsplatz für sein Kind braucht und wünscht, wird diesen auch bekommen – das unterscheidet uns von vielen Ballungszentren, in denen es einen echtem Kampf der Eltern um Betreuungsplätze gibt. Wir können zwar nicht immer einen Platz in der Wunschkita anbieten“, so der Landrat, „aber am Ende wird niemand unversorgt bleiben.“

Dies sagt Müller auch vor dem Hintergrund, dass dieser Tage von den Kitaträgern Zu- und Absagen an Eltern versandt worden sind, die sich für ihre Kinder um einen Betreuungsplatz beworben haben. Insbesondere von Eltern, die keine Zusage für einen Platz in der Kita Ihrer Wahl bekommen haben, erhält das Kreisjugendamt jetzt Nachfragen – etwa von Eltern aus Wilnsdorf-Anzhausen, Kreuztal-Eichen oder Erndtebrück.

Die Absagen der Träger beziehen sich aber nur auf den konkreten in einer bestimmten Kita gewünschten Platz. Aber auch diesen Eltern wird das Kreisjugendamt das Angebot für einen Betreuungsplatz machen. Dass dieser nicht immer in der Wunschkita sein kann, hat einen weiteren Grund: Die Qualität der Kindertagesbetreuung soll stetig verbessert werden. Dazu gehört auch, dass im Einzelfall mögliche und grundsätzlich zulässige Überbelegungen von Gruppen nicht zur Dauerlösung werden dürfen. Dies entspricht auch der Sicht des Landesjugendamtes, das solche Überbelegungen gff. genehmigen muss.

Mehr als nur eine Notlösung

Der Ortstermin am Höhwäldchen machte für den Landrat zudem noch einmal deutlich, dass Kitas in modularer Bauweise hervorragende Bedingungen für die Kinder und ihre Betreuerinnen bieten. „Deshalb betone ich auch immer wieder, das wir hier von ‚Übergangslösungen‘ sprechen und keinesfalls von ‚Notlösungen‘“, betont der Landrat. Wilnsdorfs Bürgermeisterin stimmt ihm zu: „Deshalb war es für mich auch selbstverständlich, den Kreis bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück aktiv zu unterstützen.“

Aktuell sind in der Übergangskita am Höhwäldchen zwei Gruppen untergebracht. Mittelfristig wird in diesem Bereich eine neue Kindertageseinrichtung für insgesamt vier Gruppen entstehen.

Zudem werden in der Gemeinde Wilnsdorf bis zum Herbst dieses bzw. Frühjahr kommenden Jahres eine neue 4-Gruppen-Einrichtung der Caritas in Niederdielfen und eine zusätzliche U3-Gruppe in Rudersdorf entstehen. „Der Kreis trägt engagiert dafür Sorge, dass der Gesamtbedarf in der Gemeinde Wilnsdorf gedeckt wird“, würdigt Bürgermeisterin Schuppler das Engagement des Kreisjugendamtes: „Mein Dank gilt darüber hinaus aber auch den kooperierenden Trägern unserer Kindertageseinrichtungen“.

Kitaprojekte des Kreises in den weiteren Städten und Gemeinden

In Bad-Berleburg Raumland plant das Kreisjugendamt eine zusätzliche Gruppe im Familienzentrum Blauland. Die Bauarbeiten dafür laufen schon.

Ob ggf. im Zentrum von Erndtebrück ein zusätzlicher Bedarf entsteht, wird sich erst nach Abschluss des Anmeldeverfahrens definitiv sagen lassen.

In Hilchbach-Dahlbruch wird ab August als Übergangslösung eine zusätzliche Gruppe angeboten werden. Ein Jahr später soll dort eine neue Kita mit drei Gruppen für die Familien in Dahlbruch und Müsen entstehen. Ebenso ist zum Kindergartenjahr ab August 2020 in Hilchenbach ein Neubau als Ersatz für die Übergangseinrichtung der Kita Hannes geplant.

In Netphen soll zum 1. August dieses Jahres die neue 4-Gruppen-Kita in Irmgarteichen an den Start gehen und das von einer Elterninitiative sanierte Gebäude in Eschenbach bezogen werden können.

Ein Jahr später soll in Dreis-Tiefenbach die 5-Gruppen-MINT-Kita in einen Neubau ziehen. In Deuz wird die Übergangslösung am Freibad durch einen Neubau am Sterndill ersetzt.

In Kreuztal wird Anfang 2020 der Neubau der AWO-Kita „Weltenbummler bezugsfertig sein. 4 Gruppen finden hier ein neues Zuhause. Zudem geht das Kreisjugendamt davon aus, dass für das Zentrum bzw. den Norden der Kernstadt von Kreuztal ein weiterer Bedarf besteht. Wie groß dieser genau ist, wird sich aber auch erst nach den konkreten Rückmeldungen der Eltern sagen lassen. Für die Zeit ab dem Kindergartenjahr 2020/21 ist für diesen Bereich eine große neue Kita für mehrere Gruppen vorgesehen.

Im Zentrum von Freudenberg ist für das kommende Kitajahr eine Übergangslösung für 2 Gruppen geplant. In Alchen wird in wenigen Wochen der Neubau für drei Gruppen als Ersatz für die aktuelle Übergangslösung fertig sein.

in Burbach plant das Kreisjugendamt für das kommende Kitajahr mit einer mindestens zweigruppigen Übergangslösung, in Holzhausen gehen die Planer davon aus, dass die bestehende Kita auf insgesamt fünf Gruppen ausgeweitet werden muss.

In Neunkirchen kann der tatsächliche Bedarf für das kommende Kindergartenjahr erst nach der Rückmeldung der Eltern tatsächlich eingeschätzt werden. Für das Kindergartenjahr 2020/21 zeichnet sich aber bereits jetzt ein Bedarf für zwei zusätzliche  Gruppen im Zentrum ab.

Diese Planungen sind die Grundlage, mit der das Kreisjugendamt die zusätzlichen Plätze für das kommende Kindergartenjahr bereitstellen will. Wie immer zu diesem Zeitpunkt in einem Kalenderjahr sind das aber keine abschließenden Zahlen und Pläne, betont das Kreisjugendamt. „Selbstverständlich werden wir auch  in diesem Jahr wieder auf Veränderungen reagieren, wenn es sein muss auch kurzfristig, um allen Eltern auch tatsächlich einen Betreuungsplatz anbieten zu können. Das haben wir in den letzten Jahren immer hinbekommen und es ist auch unser Anspruch, das zum kommenden Kindergartenjahr wieder zu erreichen“, so der Landrat.

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