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Ernstfall auf dem Giller geprobt
Übung mit Einsatzeinheiten von DRK und Maltesern

20.05.2019

Etwas erstaunt waren die Einwohner in Lützel, als am Abend des 15. Mai zahlreiche Einsatzfahrzeuge von DRK und Maltesern die Gillerbergstraße mit Blaulicht und Einsatzhorn hinauf fuhren. Das Großaufgebot eilte allerdings nicht zu einem Notfall, sondern wurde im Rahmen einer unangekündigten Übung gerufen, bei der ein ganz bestimmtes Szenario durchgespielt wurde:

Mehrere Verletzte bei Jugendzeltlager

Auf einem Jugendzeltlager hatten sich einige Lagerbewohner einen schlechten Scherz erlaubt und mehrere Spraydosen in einem Lagerfeuer versteckt, um welches dann die Jugendlichen und ihre Betreuer saßen. Durch die Explosion der Spraydosen wurden mehrere Kinder und Betreuer verletzt.

Die Jugendfeuerwehr des Löschzuges Netphen und der Löschgruppe Eschenbach hatten sich bereit erklärt, die knapp 20 Verletztendarsteller zu spielen. Es wurde angenommen, dass die schwerverletzten Patienten bereits abtransportiert worden waren und ein Behandlungsplatz aufgebaut werden musste, um die restlichen Patienten vor Ort zu versorgen.

Dafür wurde ein hauptamtlicher Rettungswagen von der Rettungswache Womelsdorf, zwei Einsatzeinheiten vom Deutschen Roten Kreuz und vom Malteser Hilfsdienst, ein Abrollcontainer für den Massenanfall von Verletzten mit Einsatzkräften der Feuerwehr Siegen sowie Betreuungskräfte der psychosozialen Notfallvorsorge alarmiert. Unter der Regie des Leitenden Notarztes Dr. Falko Büdenbender und des organisatorischen Leiters Johannes Peter wurde die Übungslage professionell durchgeführt.

Übungsbeobachter zeigen sich zufrieden

Begleitet wurde die Übung von Beobachtern des DRK, der hiesigen Feuerwehren und leitenden Notärzten aus dem Kreisgebiet. „Gut, dass wir solche Strukturen regelmäßig beüben!“ waren sich Kreisbrandmeister Bernd Schneider, Dr. Jörn Worbes und Dr. Achmed Gharevi als Übungsbeobachter einig.

Besonders erfreulich war außerdem die Vielzahl der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die zur vermeintlichen Einsatzstelle geeilt waren. Insgesamt nahmen ca. 80 Einsatzkräfte teil. Die Erkenntnisse aus der Übung werden nachträglich aufbereitet, ausgewertet und mit den Übungsteilnehmern besprochen.

Behandlungsplatz für 50 Patienten

Ein Behandlungsplatz (BHP 50 NRW) ist eine Einrichtung des Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen, die an einer Einsatzstelle aufgebaut werden kann, um bis zu 50 Erkrankte/Verletze Vorort zu versorgen. Somit werden bei einer großen Anzahl Betroffener die Krankenhäuser der Region zunächst entlastet, die Patienten professionell an der Einsatzstelle versorgt und dann nach und nach den Krankenhäusern zugeführt.

Ein solcher Behandlungsplatz wird u.a. von zwei Einsatzeinheiten (je 33 Einsatzkräfte) aufgebaut. Der Kreis Siegen-Wittgenstein verfügt über vier dieser Einsatzeinheiten. Bei der Übung selbst waren die dritte (DRK) und die vierte Einsatzeinheit (MHD) im Einsatz.

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