Kreis Siegen-Wittgenstein


Landschaftsplanung

Naturschutzgebiet "Unteres Buchhellertal" in Burbach


Gemarkung: Wahlbach
Topographische Karte: 5214 Burbach


Karte
Auszug aus dem Landschaftsplan


Lage
Schutzzweck
Unterschutzstellung
Beschreibung
Pflege- und Entwicklungsziele


Lage

Das 33,6 ha große Naturschutzgebiet liegt südlich von Wahlbach. Es umfasst einen Abschnitt des in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Tals der Buchheller mit Seitentälern.


Schutzzweck

Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt zur Erhaltung und Wiederherstellung der typischen Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräume eines überwiegend als Grünland genutzten Mittelgebirgstales

  • Bachröhrichten in Form von Rohrglanz-Röhricht
  • Hochstaudenfluren in Form von Mädesüßfluren
  • Goldhaferwiesen
  • Glatthaferwiesen
  • Nass- und Feuchtwiesen in Form von Sumpfdotterblumenwiesen und Waldbinsensumpf
  • Großseggenriedern
  • naturnahen Bachabschnitten
  • bachbegleitenden Wäldern, prioritärer FFH-Lebensraum

einschließlich der Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten der Magerwiesen, Feuchtgrünlandflächen, Fließgewässer und Wälder sowie zum Erhalt eines landschaftsprägenden Haldengeländes, in dem Gesteinsformationen des Diabas sichtbar sind.

Die Festsetzung des Naturschutzgebietes erfolgt außerdem zur Erhaltung und Wiederherstellung der oben genannten FFH-Lebensräume sowie der Vorkommen von Groppe, Eisvogel, Haselhuhn, Neuntöter und Rauhfußkauz als Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach der FFH- bzw. Vogelschutz-Richtlinie.


Unterschutzstellung

Die Unterschutzstellung erfolgte mit Inkrafttreten des Landschaftsplanes Burbach am 18.12.2003.

Weite Teilbereiche des Naturschutzgebietes sind zugleich als Biotope nach § 62 LG geschützt. Es handelt sich hierbei um den naturnahen Bach, Quellen, Feuchtgrünland.


Beschreibung

Das Schutzgebiet umfaßt den von der ehemaligen Bergbautätigkeit geprägten Abschnitt des Buchhellertales mit Seitentälern, die im Talgrund in den feucht-nassen Bereichen von Feucht- und Nasswiesen, Hochstaudenfluren, Röhrichten und Glatthaferwiesen eingenommen wird. Am Rand bestehen kleinere höher gelegene trockene Bereiche. Auf der Talsohle und auch an den unteren Hängen finden sich immer wieder Halden, die häufig weitgehend vegetationsfrei sind und nur vereinzelte Gehölze aufweisen. In einem Haldengelände sind Gesteinsformationen des Diabas sichtbar.

Die Buchheller zeichnet sich durch einen naturnahen Verlauf aus, der durch viele im Bachbett liegende Felsblöcke auffällt. Auf weiten Abschnitten wird der Bach von Ufergehölz gesäumt. Im Schutzgebiet bestehen neben dem Grünland zahlreiche Fichtenbestände.

Das Gebiet dient als Naherholungsgebiet. Eine naturbezogene Erholung in Form von Wandern, Spazieren gehen auf den Wegen stellen keine Beeinträchtigung des Gebietes dar. Intensivere Nutzungen vor allem abseits der Wege wie z.B. Motocross führen jedoch zu erheblichen Störungen der Tier- und Pflanzenwelt.


Pflege- und Entwicklungsziele

Die Grünlandflächen in dem Gebiet sollen weiterhin extensiv genutzt werden. Dies kann im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms erfolgen. Brachgefallene Flächen sollten im Abstand von mehreren Jahren abschnittsweise gemäht werden, um den offenen Charakter der Flächen zu erhalten.

Die Fichtenbestände im Tal sollen in Grünland oder standortgerechte heimische Laubholzbestände umgewandelt werden.



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