März
23. März 2011
„HaLT": Neue Partner im Gemeinschaftsprojekt gegen Alkoholexzesse
Zehn Schulen und Jugendeinrichtungen schließen sich Vorsorge- und Interventionsprojekt des Kreises an
„Ich freue mich sehr, dass sich immer mehr Partner unserem Vorsorge- und Interventionsprojekt gegen Alkoholexzesse bei Kindern und Jugendlichen anschließen“, sagte Kreisordnungsdezernent Henning Setzer jetzt bei der Vorstellung von zehn Schulen und Jugendeinrichtungen, die künftig als Projektpartner bei „HaLT“ – „Hart am Limit“ mitmachen. Es handelt sich dabei um die Bertha
-von-Suttner Gesamtschule, das Gymnasium am Löhrtor, die Realschule am Oberen Schloss und die Realschule am Häusling in Siegen, die Jugendpflege Hilchenbach, den Jugendtreff Eiserfeld, den Jugendtreff und Streetwork Geisweid, die Jugendfreizeiteinrichtung Bluebox, das Jugendwerk Förderband und den Kindertreff Weidenau.
Kommt es zu Zwischenfällen mit Alkohol bei ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen, wollen die „HaLT“-Projektpartner die Chance ergreifen und so genannte „Brückengespräche“ führen, ggf. mit Unterstützung der Fachstelle für Suchtprävention des Kreises. „Wichtig ist es, dass die Jugendlichen in diesen Gesprächen ernst genommen werden und auf eine wertende oder moralisierende Grundhaltung verzichtet wird. Aus dieser wertschätzenden Haltung heraus wird dann das Fehlverhalten thematisiert und aufgearbeitet, mit dem Ziel eine Veränderungsbereitschaft zu entwickeln“, erläutert Günter Horn von der Fachstelle für Suchtprävention. Ergänzend findet ein Gespräch mit den Eltern statt. „Darüber hinaus haben die „HaLT“-Partner die Möglichkeit, ‚ihren’ Jugendlichen die kostenlose Teilnahme am so genannten Risiko-Check anzubieten. Das ist eine eintägige Gruppenveranstaltung zur Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem riskanten Alkoholkonsum“, ergänzt Volker Schneider, ebenfalls von der Fachstelle des Kreises.
Landrat Paul Breuer hat den Kampf gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen als eine Schwerpunktaufgabe im Dezernat für Öffentliche Sicherheit, Ordnung, Verkehr, Gesundheit und Weiterbildung angesiedelt. „Wesentlich für das ‚HaLT’-Projekt ist, dass wir alle wichtigen Akteure in Siegen-Wittgenstein mit einbeziehen und so eine umfassende Vorbeuge- und Interventionsarbeit auf verschiedensten Ebenen leisten werden", so der Landrat.
Eine Einbeziehung weiterer Partner in das „HaLT“-Netzwerk ist aus Sicht des Landrates auch deshalb sinnvoll, weil nach den neuesten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zwar der Anteil regelmäßig Alkohol konsumierender Jugendlicher insgesamt abnimmt, aber das exzessives Rauschtrinken – Stichwort „Komasaufen“ – in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen weiter ansteigt.
Nachdem der Fachservice Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Siegen-Wittgenstein als Reaktion auf diesen Trend das „HaLT“-Projekt Mitte letzten Jahres zunächst gemeinsam mit der DRK-Kinderklinik gestartet hatte, überreichte Henning Setzer nun die Partner-Urkunden an die neuen Partner. „Damit zeigen diese Einrichtungen, dass sie sich in besonderer Weise mit der Problematik des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen“, betonte Setzer bei der Übergabe.
Die neuen Partner verfügen über die notwendigen Qualifikationen und sind mit den Methoden des „HaLT“-Projektes vertraut, um immer dann einzugreifen, wenn in ihrer Einrichtung ein konkreter, problematischer Umgang mit Alkohol sichtbar wird. Darüber hinaus erhalten sie von der Fachstelle für Suchtprävention auch Unterstützung in Form von Beratung, beispielsweise zur Planung und Durchführung von Elternarbeit, Festveranstaltungen, sowie durch Bereitstellung von Informationsmaterialien.
„Weitere HaLT-Partner sind uns stets willkommen und können sich jederzeit mit der Fachstelle für Suchtprävention und Koordination des Kreises in Verbindung setzen“, unterstreicht Henning Setzer, E-Mail: suchtpraevention@siegen-wittgenstein.de, Telefon: 0271 333-2716, bzw. -2717.
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