Februar
11. Februar 2011
Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren auf gutem Wege:
Landrat Paul Breuer überreicht Urkunden an neu zertifizierte Einrichtungen
Drei weitere Tageseinrichtungen für Kinder in Siegen-Wittgenstein sind jetzt zertifizierte Familienzentren. Landrat Paul Breuer hat der Verbundeinrichtung aus den Evangelischen Kindertageseinrichtungen Bäderborn und Feldstraße in Bad Laasphe sowie dem DRK-Kindergarten „Sonnenschein" aus Burbach-Niederdresselndorf jetzt entsprechende Urkunden überreicht. „Mit nunmehr 20 zertifizierten Familienzentren sind wir in Siegen-Wittgenstein auf gutem Weg, flächendeckend Kindertageseinrichtungen zu Knotenpunkten in den örtlichen sozialen Netzwerken zu entwickeln, bei denen Eltern und Familien auf ihre jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Unterstützungsangebote erhalten", so Breuer. Er gratulierte den Vertretern der Einrichtungen zu ihrer erfolgreichen Zertifizierung durch das PädQUis-Institut aus Berlin.
Sein ganz besonderer Dank galt den Vertretern und Mitarbeitern der Familienzentren. Sie hatten bei allen aktuellen Kriterien wie Ausbau des Angebotes für Unter-Dreijährige und die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu wichtigen Bildungsinstitutionen einen hervorragenden Einsatz geleistet. „In diesen unruhigen Zeiten, in denen es manchmal schwer fällt, den Blick für das Wesentliche zu behalten und den Kopf frei zu haben für neue Ideen und Konzepte, haben Sie sich zusätzlich den Anforderungen für das Zertifizierungsverfahren gestellt", so Breuer. Dies sei ein Beweis dafür, dass es den Einrichtungen ein wichtiges Anliegen sei, den Kreis intensiv bei seinem Vorhaben zu unterstützen, das Profil des Familienstandortes Siegen-Wittgenstein weiter zu schärfen.
Breuer verwies darauf, dass mit Hilfe des Landes bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2012/2013 insgesamt 35 Kindertageseinrichtungen im Zuständigkeitsbereich des Kreises zu Familienzentren ausgebaut werden sollen. Ganz gleich, ob eine Einrichtung Familienzentrum sei oder nicht, leiste sie Großartiges für die Betreuung, Bildung und Erziehung im vorschulischen Bereich und somit im regionalen Betreuungsangebot, sagt Breuer und bedankt sich hierfür bei den pädagogischen Fachkräften und den für Kinderbetreuung Verantwortlichen.
Zentrale Säulen aller Familienzentren sind „Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien", „Elternbildung und Erziehungspartnerschaft" und die „Kooperation mit der Tagespflege". Diese spielen in der regionalen Familienpolitik eine wichtige Rolle und sind auch der Grund, warum der Kreis Siegen-Wittgenstein die Landesinitiative von Anfang an sehr begrüßt und unterstützt hat. „Denn, wenn wir Eltern bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder stärken wollen, wenn wir junge Menschen ermutigen wollen, Kinder zu bekommen, und wenn wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spürbar erleichtern wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass hierfür zentrale Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen", betont Kreissozialdezernent Helmut Kneppe.
Im Mittelpunkt des Vorhabens, Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren umzuwandeln, steht, die Einrichtungen zu sozialraumbezogenen familienunterstützenden Netzwerken zu entwickeln. „In der Ausgestaltung des Familienzentrums stellt sich dies von Einrichtung zu Einrichtung und von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich dar", weiß Gerold Wagener, Fachgebietsleiter Kinderbetreuung und Programmleiter ‚Familie ist Zukunft’, der die Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zur Zertifizierung seit Beginn der Landesinitiative begleitet und berät. Der Grund hierfür ist, dass Bedürfnisse von Eltern und ihren Kindern regional sehr unterschiedlich sind.
Während die pädagogische Qualität in den Evangelischen Kindertageseinrichtungen Bäderborn und Feldstraße in Bad Laasphe hervorragend ist, steht die Einrichtung in der Feldstraße vor großen baulichen Herausforderungen. Anfang Dezember wurde für das weitere Vorgehen ein Zeitplan abgestimmt. Mittlerweile haben die verschiedenen Beteiligten getagt und einen Zeit- und Arbeitsplan erstellt, um eine zukunfts- und tragfähige Lösung für die Kita zu finden, im Interesse der Kinder und Eltern. Landrat Paul Breuer hat zugesagt, dass sich der Kreis Siegen-Wittgenstein als Jugendhilfeträger aktiv an diesem Prozess mit Beratung und Unterstützung beteiligen wird.
Bei der Urkundenübergabe und dem anschließenden Gespräch zu aktuellen Anforderungen im Bereich der Kindertagesbetreuung sowie der vorschulischen Förderung und Bildung machte Landrat Paul Breuer deutlich, dass die Weiterentwicklung des Kreises zu einem familienfreundlichen Lebens- und Arbeitsstandort eine wichtige Daueraufgabe sei. Dieser stelle man sich gemeinsam mit den Partnern in den Städten und Gemeinden offensiv. Vieles konnte auf diesem Weg bereits ins Leben gerufen werden, beispielsweise der kontinuierliche Ausbau von Familienzentren, verschiedenste Familienbildungsseminare, die Ausbildung von Familienmanagerinnen und Familienmanagern im vergangenen Jahr und die Beibehaltung der reduzierten Elternbeiträge trotz finanziell angespannter Haushaltslagen des Kreises und der Kommunen. Auch in 2011 werde der Kreis weitere Impulse setzen, um das Profil einer kinder- und familienfreundlichen Region auch künftig zu schärfen. Ein Schwerpunkt sei, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie den Trägern von Kindertageseinrichtungen den Ausbau von Angeboten für Unter-Dreijährige weiter voranzubringen.
Weitere Ideen für Konzepte und Aktionen nimmt Gerold Wagener, Programmleiter der Zukunftsinitiative „Familie ist Zukunft", vom Fachservice „Jugend und Familie" gerne entgegen, Telefon: 0271 333-1346, E-Mail:
g_wagener@siegen-wittgenstein.de.Folgende Einrichtungen haben zum 1. August 2010 das Zertifikat des PädQuis-Instituts aus Berlin bekommen:
Evangelische Kindertageseinrichtung Feldstraße
Feldstraße 13
57334 Bad Laasphe
Leitung: Birgit Namockel
Im Verbund mit
Evangelische Kindertageseinrichtung Bäderborn
Bäderborn 8
57334 Bad Laasphe
Leitung: Angelika Krämer
DRK Kindertageseinrichtung Sonnenschein
An der Burg 51
57299 Burbach
Leitung: Heide Heinecke-Henrich
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