Kreis Siegen-Wittgenstein


Dezember

22. Dezember 2010

Schüler des Löhrtor-Gymnasiums als Kriminaltechniker
Im „science forum" der Uni mit Biologie und Chemie Kriminalfälle lösen

„CSI" oder „Crossing Jordan" sind Quotenhits im deutschen Fernsehen. Mit Hightech und Naturwissenschaft werden Kriminalfälle gelöst. Und so wundert es nicht, dass "Profiler" oder "Gerichtsmediziner" als Berufswünsche bei jungen Leuten hoch im Kurs stehen. Jetzt hatten Oberstufenschüler des Löhrtor-Gymnasiums in Siegen die Chance, es den Stars aus dem Fernsehn nachzumachen und als echte Kriminaltechniker zu arbeiten.

„Chemiker und Biologe in der Kriminaltechnik" war die Veranstaltung überschrieben, die Professor Martin Gröger von der Universität Siegen für das zdi-Schülerlabor „science forum" des Fachbereichs Chemie konzipiert hatte. Ziel: Durch den Blick hinter die Kulissen spannender Berufe das Interesse für ein naturwissenschaftliches Studium wecken. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Initiative „Zukunft durch Innovation" (zdi).

Mit Knallgasexperimenten begann die Veranstaltung für die Schüler des Grundkurses Biologie der 13. Klasse des Löhrtor-Gymnasiums. Professor Martin Gröger informierte zunächst über den Bereich der Kriminaltechnik, aber auch über die Ausbildungswege und Arbeitsgebiete von Biologen und Chemikern. Nachdem die Schüler die notwendige Sicherheitsbekleidung angelegt hatten, arbeiteten sie in Kleingruppen, betreut von Lehramtsstudentinnen der Chemie. Anhand von molekularbiologischen DNA-Untersuchungen wurde der „genetische Fingerabdruck" einer Person identifiziert oder mit Hilfe von chemischen Nachweisen Blut- oder Schmauchspuren aufgespürt - genauso wie „echte" Kriminaltechniker es tun. Am Beispiel des Nitroglyzerinnachweises erläuterte Laborleiter Dr. Udo Führ die chemische Zusammensetzung von Explosivstoffen.

In einer Schlussbesprechung wurden weitere Studien- und Berufschancen vorgestellt und über vertiefende Beratungsangebote informiert. Am Beispiel der Bereiche Umwelt bzw. Verkehr erläuterte Professor Gröger weitere Einsatzmöglichkeiten der Chemie im Bereich der Kriminalistik, etwa wenn es um Umweltschadstoffe geht oder um mikroskopische Lackspuren, die helfen, ein Verbrechen aufzuklären. „Es ist unglaublich wie spannend die Arbeit als Naturwissenschaftler sein kann", waren sich die Schüler am Ende einig. Ihre Lehrer Daniela Kretzer und Markus Pichler waren besonders von der Praxisnähe und Alltagsnähe der Übungen und der Vielfalt der angebotenen Experimente angetan.

Diese Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe von Schülerlabortagen zur beruflichen Orientierung im „science forum". Sie werden unterstützt vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises und vom zdi (Zukunft durch Innovation) gefördert, einer Initiative der Wirtschaft, der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, das Interesse der Jugendlichen an MINT-Fächern zu fördern und den Nachwuchs für naturwissenschaftlich-technische Berufe im Bereich der Wissenschaft und der Wirtschaft zu sichern.



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