Kreis Siegen-Wittgenstein


August

31. August 2010      

Kinder- und Jugendprogramm der BioStation:
Spannende Fledermaussafari am Landeskroner Weiher
  

20 mit Taschenlampen bewaffnete Natur-Detektive und viele interessierte Eltern erforschten jetzt gemeinsam mit der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein die Fledermäuse am Landeskroner Weiher in Wilnsdorf-Wilden. Vor der nächtlichen Erkundungstour gabs spannende Informationen von Myriam Götz. Dabei räumte die Fledermausexpertin mit vielen Vorurteilen auf. Zum Beispiel stimmt es nicht, dass Fledermäuse blind sind. Obwohl sie eigentlich mit den „Ohren sehen“ und sich über die Ultraschall-Echoortung orientieren, können sie auch ihre Augen nutzen.

So erfuhren die Kinder auch, dass eine Zwergfledermaus nur so viel wiegt wie drei Gummibärchen. Sie frisst ca. 1000 Mücken pro Nacht und lebt häufig nah bei uns Menschen im Siedlungsbereich. Was man tun kann, um diese Fledermäuse zu schützen, lernten die Kinder ebenfalls von Myriam Götz.

Nachdem die Teilnehmer in kleinen Experimenten versucht haben, das gute Riech- und Hörvermögen der Fledermäuse nachzuempfinden, war es dann endlich soweit. Die Dämmerung war herein gebrochen und die ersten Zwergfledermäuse wurden mit Hilfe des „Batdetektors“, der die Rufe der „fliegenden Mäuse“ für uns Menschen hörbar macht, entdeckt. Nach kurzer Zeit gewöhnten sich auch die menschlichen Augen an die Dunkelheit: Die Fledermäuse, die knapp über den Köpfen hinweg nach ihrer Lieblingsnahrung, den Insekten, jagten, konnten beobachtet werden. Auch über dem Weiher flogen einzelne Tiere auf der Suche nach Beute. Dies waren Wasserfledermäuse, die im Schein der Taschenlampen nach den vom Licht angelockten Insekten jagten.

Nachdem zu guter Letzt auch noch Erdkröten am Weiher entdeckt und beobachtet wurden, traten die jungen Forscher müde, aber zufrieden den Heimweg an.    

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