Juni
7. Juni 2010
NABU und Manfred Stangier laden ein:
Botanische Führung auf dem Gelände „NaKuMe - NaturKunstMensch"
Das „NaturKunstMensch"-Projekt in Wilnsdorf-Rödgen möchte eine Synthese aus Natur und Kunst herstellen. Auf einer Wiese vor einem Buchenwald führt der ehemalige Biologielehrer Manfred Stangier aus Wilnsdorf am Donnerstag, 17. Juni 2010, in sein neues Projekt ein.
Die Teilnehmer können viele Kleinbiotope wie Moortümpel, Ruderalstellen, Steinhaufen oder Felsformationen besichtigen, die auf verschiedenen Gesteinsarten errichtet wurden. Nimmt man es genau, ist das Gelände sogar ein kleiner Botanischer Garten mit über 700 verschiedenen Pflanzenarten. Man findet eine Quelle mit Bachlauf, der in einer kleinen Schlucht und in einen Teich mündet. Umrandet ist das Ganze von Feld-, Wiesen- und Waldbiotopen. Viele Kunstwerke stehen versteckt in der Landschaft.
Die Führung wird vom NABU organisiert und findet am Donnerstag, 17. Juni 2010, ab 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Höhenweg 1 in Rödgen (Straße zur Simultankirche). Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 0177 3381344.
„Kostbare Basaltrelikte und einzigartige Natur am Naturdenkmal Hohenseelbachskopf und im Naturschutzgebiet Malscheid"
Bergbaugeschichtliche und naturkundliche Führung des NABU
Der Westerwald gehört zu den größten Vulkangebieten Mitteleuropas. Im Tertiär ergossen sich immer wieder Lavamasen aus Schloten und Spalten über die Erde. Nördlich und außerhalb der geschlossenen Basaltdecke sind zahlreiche isolierte Basaltschlote vorhanden, so wie an der Malscheid. Unmittelbar benachbart liegt der ebenfalls ausgebeutete Hohenseelbachskopf, während die südlicher gelegenen Trödelsteine oder die „Großen und kleinen Steine" und das Wildweiberhaus südlich von Burbach als wunderschöne „Naturdenkmale" bis heute ihr natürliches Erscheinungsbild erhalten konnten.
Bizarre Basaltklippen, ein Amphitheater aus Basaltsäulen, herrliche Ausblicke und eine kraterartige Vertiefung des ehemaligen Tagebaus führen die Teilnehmer der bergbaugeschichtlichen und naturkundlichen Führung am Donnerstag, 17. Juni 2010, von 18:00 bis 20:00 Uhr, Jahrmillionen zurück und versetzen den gebietsfremden Wanderer in eine andere Welt. Erfahrene Heimatfreunde erschließen den Wanderern die Historie sowie ausgewählte Tiere und Pflanzen.
Verwunschene Winkel und ein in der Nähe verborgener Silberschatz haben das Gebiet unter Heimatfreunden bekannt gemacht. Die natur- und heimatkundliche und zugleich bergbauliche Führung knüpft an die Geschichte an, die auf einigen Informationstafeln dokumentiert worden ist. Nur wenige wissen, dass schon der Naturforscher Christian von Senckenberg die Neunkirchener Basaltköpfe Hohenseelbachskopf und Malscheid besucht und die besondere Geologie, Pflanzen- und Tierwelt und die Historie beschrieben hat. Damals gab es dort noch Wildkatzen und einen keltischen Ringwall.
Die Führung „Kostbare Basaltrelikte und einzigartige Natur am Naturdenkmal Hohenseelbachskopf und im Naturschutzgebiet Malscheid" am Donnerstag, 17. Juni 2010, beginnt um 18:00 Uhr in Neunkirchen-Struthütten. Treffpunkt ist beim Wanderparkplatz an der Gaststätte Hohenseelbachskopf. Die Teilnahme ist unentgeltlich, der NABU freut sich über eine Spende.
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