Juni
1. Juni 2010
„Die schönsten Orchideenwiesen am Rothaarsteig"
Biologische Station lädt zur natur- und orchideenkundlichen Führung nach Wilnsdorf-Gernsdorf ein
Die Wiesen und Weiden zwischen Gernsdorf und Irmgarteichen, an einem bislang wenig bekannten Zuweg zum Rothaarsteig gelegen, beherbergen aufgrund langjähriger extensiver Grünlandnutzung, zuletzt im Rahmen des Vertragsnaturschutzes mit Landwirten, heute die größten Orchideenbestände Westfalens. Sie sind jedes Jahr Anziehungspunkt für Heimatfreunde und Vorzeigeobjekt für naturinteressierte Wanderer. Daher hat Gernsdorf jetzt eine Blüte der Stendelwurz-Orchidee sogar ins Gemeindewappen aufgenommen.
Wer die großen Orchideenvorkommen näher in Augenschein nehmen und selbst erleben möchte, der sollte am Freitag, 11. Juni 2010, von 17:00 bis 20:00 Uhr an der geführten Wanderung zu Breitblättrigen und Gefleckten Knabenkräutern, Weißen und Grünlichen Waldhyazinthen, Zweiblättern und Stendelwurz-Orchideen teilnehmen. Die Teilnehmer werden schnell nachvollziehen können, warum hier vor einigen Jahren ein großes Naturschutzgebiet von europaweiter Bedeutung ausgewiesen wurde und sogar die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege die wertvollsten Bereiche erwerben will.
Auf dieser Abendwanderung werden die historische Entwicklung, die aktuelle Bewirtschaftung und die heimatkundlichen Besonderheiten vorgestellt. Bei geeignetem Wetter können Himmelsziegen, Wiesenpieper, Wiesenschmätzer und vielleicht auch wieder Wachtelkönige gehört werden. Die Teilnehmer können sich aber auch darüber informieren, welchen Beitrag die hier wirtschaftenden und auch die direktvermarktenden Landwirte F. Afflerbach und M. Gierschmann durch extensive Nutzung leisten und dabei gleichzeitig gesunde Nahrungsmittel erzeugen.
Treffpunkt für die Wanderung unter dem Titel „Die schönsten Orchideenwiesen am Rothaarsteig" ist am Freitag, 11. Juni 2010, um 17:00 Uhr beim Großen Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Wilnsdorf-Gernsdorf. Das Teilnahmeentgelt beträgt 5 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Wanderung wird gemeinsam von der Biologischen Station und dem BUND veranstaltet.
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