März
8. März 2010
Deutsch-israelisches Hilfsprojekt:
Deutsche Botschaft in Tel Aviv sagt Unterstützung zu
Der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Dr. h.c. Harald Kindermann, hat in einem gemeinsamen Gespräch mit den Landräten Paul Breuer und Ran Idan (Emek Hefer) seine Unterstützung für ein gemeinsames deutsch-israelisches Hilfsprojekt in Afrika zugesagt. Nachdem er von dieser Idee und dem Kurz-Besuch Breuers in Israel erfahren hatte, lud Kindermann die beiden Landräte und den Honorakonsul Burkina Fasos in Israel, Eitan Israely, kurzerhand in die Räume der Botschaft in der Innenstadt von Tel Aviv ein.
Dort erläuterte Landrat Breuer die Idee eines gemeinsamen Engagements der Kreise Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer im westafrikanischen Burkina Faso. Kerngedanke dabei ist die Weiterentwicklung der ältesten öffentlichen Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel über das Stadium der Versöhnung hinaus zu einem gemeinsamen Wirken für eines der ärmsten Länder der Erde. Breuer: „Ein solches Projekt hat Signalwirkung nicht nur für unsere Partnerschaft, sondern für die deutsch-israelischen Beziehungen insgesamt." Derzeit sei man dabei, die Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Hilfsprojekt zu bestimmen.
Die Rolle des Kreises Siegen-Wittgenstein könne dabei im Wesentlichen nur eine moderierende sein, etwa indem Spendengelder gewonnen und Kontakte zu möglichen Fördergebern wie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hergestellt werden, betont Landrat Breuer. Die Neuausrichtung der Politik dieses Ministeriums unter der Leitung von Bundesminister Dirk Niebel spiele hierbei eine wichtige Rolle. Anschließend skizzierte der Landrat erste Projektideen.
Kindermann hob hervor, dass dieser Ansatz exakt dem Anliegen der Bundesregierung entspreche. Ziel sei deutlich zu machen, dass Kooperation das entscheidende Element in der Gestaltung zwischenstaatlicher Beziehungen ist. „Wenn dabei einem dritten Staat nachhaltig geholfen werden kann - um so besser!" Der Botschafter kündigte an, das gemeinsame Engagement der beiden Kreise in einem Schreiben an Minister Niebel zur Unterstützung zu empfehlen.
In den kommenden Wochen sollen verschiedene Projektideen, die in Israel besprochen wurden, weiter ausgearbeitet werden.
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