März
5. März 2010
Fachtagung in der Bismarckhalle - REGIONALE-Projekt angepeilt:
„Südwestfalen stärkt Frauenerwerbstätigkeit und Berufsrückkehr"
Auftakt gelungen: „Der erste Schritt zur Entwicklung eines REGIONALE-Projektes zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit und insbesondere zum Wiedereinstieg von Frauen ins Berufsleben ist gemacht. Wir wissen, das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir aber mit Nachdruck gemeinsam angehen wollen!" Dieses positive Fazit ziehen die Veranstalterinnen einer Fachtagung mit über 40 Teilnehmern aus ganz Südwestfalen, die jetzt in der Bismarckhalle in Weidenau durchgeführt wurde.
Unter der Moderation von Beate Schmies (WDR Siegen) wurden in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv die selbst gewählten Themen diskutiert und bearbeitet, erfolgreiche Ideen ausgetauscht sowie weitere Schritte verabredet. Die Arbeitsgruppen hatten die Themen: Kreisübergreifende Chancen vor allem auch im ländlichen Raum, Entlohnung, Qualifizierung, Rollenverständnis und Arbeitszeitmodelle.
Die Themen- und Fragestellungen waren vielschichtig. Wie können Unternehmen für das Thema gewonnen werden, besonders auch für flexible Arbeitszeitmodelle (und zwar für Frauen und Männer)? Sind Frauen nur eine stille Reserve für den zu erwartenden Fachkräftemangel oder werden sie gleichwertig in den demographischen Wandel in der Arbeitswelt einbezogen? Wie sehen zukünftige Qualifikationsbedarfe aus? Wie kann die nach wie vor bestehende ungleiche Lohngestaltung überwunden werden?
Aber auch die besonderen Herausforderungen, vor denen Frauenförderung im ländlichen Raum steht, wurden thematisiert: Wie kann besonders dort die Beratung von Frauen verbessert werden? Dabei spielt auch die Gründung von Netzwerken und deren nachhaltiger Ausbau eine wichtige Rolle.
Landrat Paul Breuer begrüßte die Idee eines südwestfälischen Netzwerkes und hob die Bedeutung des Themas in seiner Begrüßung hervor: „Die Vernetzung der fünf südwestfälischen Kreise zum Thema Frauenerwerbsquote und Berufsrückkehr ist die richtige Idee, gerade auch mit Blick auf ein zentrales Thema der Regionale 2013: den demographischen Wandel. Neben dem Klimawandel ist er die wichtigste Herausforderung, vor der wir in den nächsten Jahren stehen."
Breuer machte den Anwesenden Mut, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen, um die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt zu verbessern und dabei auch die heimische Wirtschaft konkret einzubinden. Nur durch Einbeziehung der Frauen könne dem für die Zukunft prognostizierten Fachkräftemangel begegnet werden.
Die Fachtagung fand im Rahmen der vom Land NRW geförderten Projektinitiative „Netzwerk W(iedereinstieg)" statt. Geplant und durchgeführt wurde sie von der KM:SI GmbH, dem Berufsfortbildungswerk (bfw), der Diakonie Netzwerkarbeit sowie den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Stadt Siegen.
In einem aufgebauten Marktplatz wurden „Gute Beispiele" für erfolgreiche Projekte und Angebote aus allen Kreisen präsentiert. Darüber hinaus stellten Cornelia Schlebusch (Landesinitiative „Netzwerk W") und Franziska Meyer (Bundesinitiative „Perspektive Wiedereinstieg") weitere Projekte und Unterstützungsmöglichkeiten vor.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Diese erste Arbeitstagung war ein gelungener Auftakt für eine weitere kreisübergreifende Zusammenarbeit. Bereits gut funktionierende Arbeitsstrukturen wurden intensiviert und neue Kontakte geknüpft. Alle Beteiligten wollen weiter an einem kreisübergreifenden Netzwerk unter einer gemeinsamen Dachmarke arbeiten. Auch die ehrgeizige Idee, ein gemeinsames Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 zu entwickeln, fand einhellige Zustimmung.
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