April
7. April 2009
„Hilfe mein Kind pubertiert! Alkohol, Drogen und Unterstützung bei der Erziehung"
Bertha-von-Suttner-Gesamtschule und Suchtvorbeugung des Kreises veranstalteten Elternseminar
„Und, ist sie schon in der Pubertät?" Diese Frage bekommen Eltern immer wieder zu hören, wenn sie ein Kind im Alter zwischen 11 bis 14 Jahren haben. Oft folgt dann eine ausführliche Antwort über Eigensinnigkeit, Launenhaftigkeit und den täglichen Kleinkrieg mit dem pubertierenden Kind. Manchmal kommt auch das Thema „Drogen" zu Sprache und die Sorgenfalten der berichtenden Eltern nehmen zu.
Diese Problematik war jetzt Anlass für ein Elternseminar, das die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule und die Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Siegen-Wittgenstein gemeinsam veranstaltetet haben. Von Mitte Februar bis Anfang April wurde die Elternreihe „Hilfe mein Kind pubertiert! Alkohol, Drogen und Unterstützung bei der Erziehung" angeboten.
Unter Anleitung der Schulsozialarbeiterin Katja Brockhaus und Volker Schneider von der Fachstelle für Suchtvorbeugung gingen 16 Eltern an vier Abenden der Frage nach, wie sie sich verhalten können, wenn ihre Kinder mit Alkohol und Drogen in Kontakt kommen. Darüber hinaus wurde gemeinsam in der Gruppe besprochen, wie in der schwierigen und anstrengenden Zeit der Pubertät, Eltern mit ihren Kindern umgehen sollten.
Mit Hilfe eines Suchtkoffers und Broschüren konnten sich die Eltern über alle relevanten Suchtstoffe und ihre körperlichen und seelischen Auswirkungen informieren. Außerdem wurden eigene Erfahrungen reflektiert und eine Mauer gegen die Sucht erarbeitet, um die möglichen Schutzfaktoren besser sichtbar zu machen. Übungen zu Konfliktgesprächen und der elterlichen Vorbildfunktion rundeten die Reihe ab.
Zum Schluss der Veranstaltungsreihe wurde von den Eltern ein positives Fazit gezogen, denn das Miteinander habe gezeigt, dass man als Eltern nicht alleine mit seinen Problemen steht. Durch die sachliche und respektvolle Auseinandersetzung mit den Themen Pubertät und Sucht wurden vielen teilnehmenden Eltern ein wenig das mulmige Gefühl und die Unsicherheit vor den Unwägbarkeiten der Pubertät genommen.
Für Volker Schneider von der Fachstelle ist es wichtig, dass die Eltern über diese Reihe eine Ansprechperson in der Schule kennengelernt haben, die auch künftig mit Beratung und Unterstützung zur Seite steht. Vor diesem Hintergrund war das Seminar auch nicht als einmaliges Ereignis, sondern Teil eines längerfristigen schulischen Beratungskonzepts angelegt, das mit der Arbeit der Fachstelle gefördert werden kann.
Nach dem positiven Fazit aller Beteiligten steht schon fest, dass die Elternreihe im nächsten Jahr sicher fortgesetzt wird.
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