Kreis Siegen-Wittgenstein


April

7. April 2009

„Botanische Wanderung zum Großen Stein"
Gustav Rindern erläutert bemerkenswerte Flora und Fauna auf Basaltböden

Eine „Botanische Wanderung zum großen Stein" unter fachkundiger Leitung des Biologen Gustav Rinder veranstaltet der NABU am Donnerstag, 16. April von 17:00 bis 20:00 Uhr. Die natur- und pflanzenkundliche Führung führt in den Frühjahrswald zwischen Lützeln, Niederdresselndorf und Holzhausen. Der Wald um den Großen Stein ist besonders durch seine vulkanischen Relikte und seine Sagen um den Riesen Wackebold im Hickengrund bekannt. Im Zentrum befindet sich eine seit der letzten Eiszeit von Natur aus offene Basaltblockhalde, wie sie am Nordrand des Hohen Westerwaldes gelegentlich anzutreffen ist. Nur etwa 500 m entfernt bildet der Kleine Stein den nächstgelegenen Basaltdurchbruch. Am Großen Stein sind jedoch durch eiszeitliche Frostsprengung die Blöcke im gesamten Randbereich des alten Basaltschlotes anzutreffen. Umgeben wird dieser Basaltdurchbruch von alten Ahorn-, Eschen- und Rotbuchenwäldern, die im Kernbereich als Naturwaldzelle geschützt und von jeglicher Bewirtschaftung ausgenommen sind. Die basischen Eigenschaften des Basaltes führen hier wie auch am nahe gelegenen Rand der Westerwälder Basaltdecke bei Oberdresselndorf und westlich von Lützeln eine besondere Waldvegetation mit Bingelkraut, Lerchensporn, Gelbem und Weißem Buschwindröschen, Moschuskraut und Waldmeister. Mit zunehmender Entfernung nimmt der blockreiche Charakter der Böden und diese außergewöhnliche Flora ab. Daher sind der Große und der Kleine Stein auch zwei bemerkenswerte Geotop- bzw. Bodendenkmale des tertiären Vulkanismus.

Treffpunkt für die rund dreistündige Wanderung, die zum Teil auch über den Rothaarsteig führt, ist am Donnerstag, 16. April, der Parkplatz am Altenheim der Lebensgemeinschaft Christlicher Senioren in Burbach-Lützeln. Die Teilnahme ist kostenlos, der NABU freut sich über eine Spende.



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