März
18. März 2009 „Jugend in Arbeit – Chance für Jugendliche und Unternehmen“
Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist in der Region besonders erfolgreich.
„Gegen Jugendarbeitslosigkeit kann man immer etwas tun, wenn viele Partner in der Region gut zusammenarbeiten“ so lautet das Fazit der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein und Olpe zur Umsetzung des Förderprogramms „Jugend in Arbeit“ in den beiden Kreisen.
„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Jugendliche, die schon länger arbeitslos sind oder sich auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer tun, besondere Hilfestellung bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Und diese Unterstützung kann das Programm bieten“ stellt Antje Saßmannshausen, Ansprechpartnerin für „Jugend in Arbeit“ bei der Regionalagentur, fest.
Die Initiative „Jugend in Arbeit“, die aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, hat sich dabei als ein sehr erfolgreiches Instrument in Siegen-Wittgenstein und Olpe erwiesen. Das Programm ermöglicht den Wiedereinstieg in das Berufsleben, indem erfahrene Beraterinnen und Berater die Jugendlichen individuell auf die Beschäftigung vorbereiten, sie begleiten und unterstützen. Fachkräfte der Kammern kümmern sich um die passgenaue Vermittlung in geeignete Betriebe und stehen den Unternehmen als Ansprechpartner während der gesamten Laufzeit zur Verfügung. Eine sehr wichtige Rolle kommt der Arbeitsagentur Siegen und der ARGE Siegen-Wittgenstein zu, über sie erfolgt die Zuweisung in das Programm. Zu einem späteren Zeitpunkt kann dann die Arbeitsaufnahme darüber hinaus durch Lohnkostenzuschüsse von der Arbeitsagentur oder der ARGE gefördert werden.
Seit 2006 wurden in Siegen-Wittgenstein und Olpe 436 Jugendliche in das Förderprogramm aufgenommen und letztendlich 274 von ihnen dank der Einstellungsbereitschaft heimischer Unternehmen in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt. Die Vermittlungsquote liegt in Siegen-Wittgenstein und Olpe damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Wenn es den Jugendlichen gelingt das Programm erfolgreich zu durchlaufen, bestehen danach sehr gute Chancen auf eine Weiterbeschäftigung. Fast 80 % der Teilnehmenden verbleiben auch im Anschluss an den Förderzeitraum dauerhaft in Beschäftigung.
Unter der Leitung der Regionalagentur treffen sich alle, die an der Umsetzung beteiligt sind, regelmäßig am „Runden Tisch Jugend in Arbeit“, um auch weiter die gute Zusammenarbeit im Interesse benachteiligter Jugendlicher fortzusetzen. „Natürlich benötigen wir auch weiterhin die Unterstützung unserer heimischen Arbeitgeber“ so Antje Saßmannshausen. „Aber auch die Jugendlichen selber können einen großen Teil dazu beitragen, dass sie eine berufliche Zukunft haben, wenn sie die bestehenden Möglichkeiten und ihre Chancen nutzen.“
Weitere Infos zum Projekt gibt es im Internet unter www.ja.nrw.de oder bei der Regionalagentur in Siegen, Tel. 0271 333-1172.
Hintergrundinformation: Die Regionalagentur Siegen-Wittgenstein und Olpe ist die Verbindungsstelle des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums mit der Region. Sie ist Anlaufstelle für die arbeitsmarkpolitischen Förderprogramme des Landes NRW und koordiniert unter anderem die Aktivitäten unterschiedlicher Akteure bei der Umsetzung arbeitspolitischer Maßnahmen.
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