Kreis Siegen-Wittgenstein


März

11. März 2009

Rudolf Biermann erläutert Landrat Projekt einer Mehrgenerationen-Wohnanlage auf dem Heugraben-Gelände in Kreuztal
Breuer von zukunftsweisendem Projekt beeindruckt und sagt Unterstützung zu

Landrat Paul Breuer hält Überlegungen der Stadt Kreuztal, auf dem ehemaligen Heugraben-Gelände eine Mehrgenerationen-Wohnanlage zu errichten, für zukunftsweisend. Bürgermeister Rudolf Biermann hatte Breuer eingeladen, sich im Rahmen von „Landrat vor Ort" über das Projekt zu informieren. Bei einem Vororttermin erläuterten Bürgermeister Rudolf Biermann und Stadtbaurat Eberhard Vogel die Pläne.

Der Heugraben eignet sich hervorragend als Standort für eine Mehrgenerationen-Wohnanlage, so Biermann und Vogel. Die gute Erreichbarkeit des Kreuztaler Stadtzentrums spreche genauso für diesen Standort wie die sehr gute Anbindung an Busse und Bahnen. „Mit einer neuen Brücke über die Ferndorf in das Heugraben-Gelände könnte ein Fußweg in die Stadt entwickelt werden - gefahrlos ohne PKW-Verkehr nur für Fußgänger und Radfahrer. Den Weg könnten Alleebäume säumen und rechts und links könnten Plätze zum Verweilen angelegt werden, durchaus auch mit einzelnen Kunstobjekten, die auf den Kulturbahnhof Kreuztal hinweisen", so Vogel. Abschnitte der Ferndorf könnten in diesem Bereich zugänglich gemacht und mit Sitzecken und Spielecken ausgestattet werden. Darüber hinaus sind weitere Erlebnisbereiche angedacht, um die Attraktivität zusätzlich zu erhöhen.

„Es handelt sich bei der angedachten Mehrgenerationen-Wohnanlage auf dem Heugraben-Gelände um ein zukunftsweisendes Projekt und ich werde die Stadt Kreuztal mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Verwirklichung unterstützen", so Landrat Paul Breuer. Die Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft (KSG) hat ebenfalls bereits grundsätzliches Interesse an dem Projekt signalisiert. KSG-Geschäftsführer Peter Oeste hatte ebenfalls an dem Vorort-Termin auf dem Heugraben-Gelände teilgenommen.

„Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, ist es wichtig, die Generationen wieder zusammenzuführen. Junge und Alte sollten nicht nur nebeneinander, sondern miteinander wohnen und leben. So können die Generationen voneinander profitieren und sich gegenseitig unterstützen", erläutert Breuer. Mehrgenerationen-Wohnanlagen befördern die Ziele, die der Kreis Siegen-Wittgenstein im Rahmen der Zukunftsinitiative „Siegen-Wittgenstein 2020" verfolgt. „Familien mit Kindern können sowohl unter einem Dach als auch in benachbarten Häusern mit älteren Menschen zusammenwohnen. Unser Thema muss sein: Jung hilft Alt und Alt hilft Jung! Ich bin sicher, dass es schon heute viele Interessenten gibt, die gerne als Mieter in solch eine Mehrgenerationen-Wohnanlage einziehen würden", so Breuer.

„Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaftsstruktur verändern. Künftig werden in Siegen-Wittgenstein - wie andernorts auch - deutlich mehr hochbetagte Personen leben als heute. Die Zahl der jungen Familien mit Kindern geht dagegen zurück. Das hat auch Folgen für unser künftiges Wohnen", stellt der Landrat fest. Die Städte und Gemeinden müssten auf die veränderten Anforderungen reagieren und bereits heute die entsprechenden Weichen stellen. „So stellt sich zum Beispiel die Frage, wie viele Wohnungen wir künftig an welchen Stellen brauchen und wie groß diese Wohnungen sein müssen. Dabei ist es unerlässlich, die Bedürfnisse einer älter werdenden Single-Gesellschaft genauso im Auge zu haben, wie die Wünsche von jungen Familien an ein attraktives Wohnumfeld. Mehrgenerationen-Wohnanlagen sind hier ein zukunftsfähiger Ansatz, den wir weiterverfolgen werden", so Breuer. Mit der KSG verfügen der Kreis Siegen-Wittgenstein und kreisangehörige Städte und Gemeinden über ein Instrument, mit denen sie solche Projekte fördern und voranbringen können.



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