Kreis Siegen-Wittgenstein


März

2. März 2009

BioStation erfasst den Zustand von geschützten Arten und Lebensräumen:
Wie entwickeln sich die Bestände von Haselhuhn, Zauneidechse und Co. im Kreisgebiet?

Lebt das seltene Haselhuhn noch im Vogelschutzgebiet Burbach-Neunkirchen? Kommt der ebenfalls besonders geschützte Kammmolch noch im Siegerland vor, und wenn ja, wie ist es um ihn bestellt? In welchem Zustand befinden sich die einzelnen Moorbereiche im FFH-Gebiet „Elberndorfer und Oberes Zinser Bachtal"? So wie seit vielen Jahren die Qualität von Wasser, Luft oder Lebensmitteln ständig überwacht werden, so gibt es seit einiger Zeit auch ein Überwachungsprogramm für europaweit besonders geschützte Arten und Lebensräume.

Diese gibt es auch im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat unter anderem die Biologische Station Siegen-Wittgenstein mit Sitz in Erndtebrück beauftragt, ein Monitoringprogramm durchzuführen. Das basiert auf der Europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Alle Mitgliedsstaaten der EU sind verpflichtet, den ökologischen Zustand seltener und gefährdeter Lebensräume und Arten zu erheben und dafür umfangreiche Überwachungsprogramme zu betreiben.

Bei uns in Siegen-Wittgenstein werden in diesem Jahr die Vorkommen des Haselhuhns im EU-Vogelschutzgebiet Burbach-Neunkirchen, die Entwicklung des Dunkelblauen Ameisenbläulings, des Kammmolches, der Zauneidechse, verschiedener Fledermausarten und der ökologische Zustand von Übergangs- und Schwingrasenmooren sowie von Wacholderbeständen und Zwergstrauchheiden erfasst. Die Untersuchungen erfolgen von Mitte März bis Ende Oktober diesen Jahres. Die Grundstückseigentümer und Bewirtschafter werden gebeten, die Mitarbeiter der Biologischen Station bei ihren Untersuchungen zu unterstützen. Zudem kann jeder Hinweise und Zufallsbeobachtungen zu den mehr oder weniger mobilen Tierarten an die Biologische Station Siegen-Wittgenstein weitergeben.

Die Ergebnisse der Erhebungen werden von den Bundesländern und den EU-Mitgliedsstaaten in Berichten zusammengefasst, die den Erhaltungszustand der jeweiligen Arten und Lebensräume bewerten. Auf europäischer Ebene ergibt sich so ein Gesamtbild vom Zustand der Natur innerhalb der Europäischen Union.

Für Rückfragen zum Monitoringprogramm stehen die Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein (Telefon: 0271 333-1839) und der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein (Telefon: 02753 598330) gerne zur Verfügung.



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Kontakt
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Pressereferent
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