Dezember
22. Dezember 2008
Große Beteiligung an Befragung zur U3-Betreuung:
Wichtige Grundlage für Ausbau familienfreundlicher Angebote in der Region
Auf ein enormes Echo ist eine Befragung von Eltern durch das Kreis-Jugendamt gestoßen. Jeder zweite Befragte hat sich an ihr beteiligt und Angaben zu seinen Wünschen in Sachen Kinderbetreuung gemacht. „Das zeigt, wie wichtig Eltern die Frage der Betreuung ihrer Kinder ist. Die Rückmeldungen liefern wichtige Aussagen zum passgenauen Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder in Siegen-Wittgenstein und sind eine weitere, wichtige Grundlage für die strategische Arbeit im Rahmen der Zukunftsinitiative Familie ist Zukunft", so Paul Breuer. Der Landrat bedankt sich bei den Eltern für die Teilnahme an der Befragung, mit der sie sich aktiv in den Gestaltungsprozess eingebracht hätten. Das Jugendamt hatte im November alle Eltern von Kindern unter drei Jahren angeschrieben und nach den Betreuungswünschen befragt.
Von den insgesamt 2.794 Befragten haben 1.368 geantwortet, was einer Rücklaufquote von fast 50 Prozent entspricht. Die Ergebnisse der Befragung sind in dem jetzt im Jugendhilfeausschuss vorgestellten Bedarfsplan für die Kindertagesbetreuung 2009/2010 eingeflossen.
Zentrales Ergebnis der Befragung war u.a., dass knapp ein Drittel der Eltern mit Kindern unter drei Jahren ein Betreuungsangebot für ihren Nachwuchs wünschen. Das entspricht aktuell einem möglichen Bedarf von rund 930 U3-Betreuungsplätzen. Rund 690 Eltern haben ihre Kinder unter drei Jahren bereits für das nächste Kindergartenjahr angemeldet. Allerdings ist dieser Elternwunsch nicht in jeder Stadt und Gemeinde in Siegen-Wittgenstein gleich ausgeprägt. „Den unterschiedlichen Elternwünschen werden wir durch eine passgenaue Planung vor Ort Rechnung tragen", sagt Kreissozialdezernent Helmut Kneppe und verweist darauf, dass die Entwicklung von „Gemeindemodellen" in der regionalen kommunalen Sozialpolitik generell eine große Rolle spielt. Mit ihnen können die strategischen Ziele in den Städten und Gemeinden unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten umgesetzt werden.
Bei der Befragung wurden die Eltern auch nach dem Betreuungsumfang befragt und ob ihre Kinder in einer Kindertageseinrichtung oder in einer Tagespflege betreut werden sollen. Dabei wurde deutlich, dass sich 45 Prozent eine 35-Stunden-Betreuung wünschen, die übrigen zu etwa gleichen Anteilen eine 25-Stunden- bzw. 45-Stunden-Betreuung. Als Betreuungsform favorisieren sie mehrheitlich die Kindertageseinrichtung, die Tagespflege wird eher als zusätzliches Angebot vor oder nach dem Besuch eines Kindergartens in Anspruch genommen.
Betreuungsangebote in Randzeiten vor 7:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr sind nur für wenige Familien ein Thema. „In diesen Fällen sind individuelle Lösungen nötig, die vor Ort besprochen werden müssen", so Helmut Kneppe. Die Erfahrungen zeigen, dass dies in Gesprächen zwischen den Eltern und den Verantwortlichen aus Kindertageseinrichtungen, Tagespflegepersonen oder der Kindergartenfachberatung hervorragend funktioniere.
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