Dezember
9. Dezember 2004
"Eine wichtige Ader kulturellen Lebens stärken":
Stiftung Philharmonie Südwestfalen geplant
Die Stiftung soll der renommierten Philharmonie Südwestfalen für die Zukunft neue Gestaltungsspielräume eröffnen und kulturpolitisch eine größere Sicherheit garantieren. Stifter sind Frau Barbara Lambrecht-Schadeberg und der Kreis Siegen-Wittgenstein. Das Projekt wurde von der Stifterin und Landrat Paul Breuer im Kreishaus vorgestellt. Die Stifterin hat sich bereit erklärt, 2,5 Mio. EUR in die Stiftung einzulegen. Der Kreis plant im Rahmen der nachhaltigen Haushaltsführung der Stiftung die doppelte Summe (5 Mio. EUR) zur Verfügung zu stellen. Der entsprechende Betrag war im laufenden Haushaltsjahr aus dem Verkauf von RWE-Gas-Aktien als Stiftungskapital zurückgelegt worden.
Als eines von nur drei Landesorchestern in Nordrhein-Westfalen ist die Philharmonie Südwestfalen das größte produzierende Kulturensemble in Südwestfalen. Mit ihren jährlich über 90 Konzerten, einer hervorragenden Kinder- und Jugendarbeit und der engen Zusammenarbeit mit den heimischen Chören ist das Orchester ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität der Region. Die Philharmonie mit ihren 25-30 auswärtigen Konzerten ist außerdem ein wichtiger Botschafter und ein Aushängeschild der Region.
"Die Philharmonie ist eine Institution, die aus unserer musikbegeisterten Region nicht mehr wegzudenken ist.
Mit der Stiftung wird nicht nur dafür gesorgt, dass diese Ader kulturellen Lebens auch in Zukunft nicht versiegt, sondern ganz im Gegenteil, sich weiter verzweigt und noch mehr Menschen erreicht!", so Landrat Paul Breuer.
Er geht davon aus, dass die Erträge aus dem Stiftungskapital für die Philharmonie eine strategisch günstigere Position bewirken werden, weil hierdurch Mittel für die besondere Profilbildung des Orchesters zur Verfügung stehen. So kann im Jugendsegment ein neues Publikum gebunden werden und im überregionalen Kulturbereich das hohe Ansehen der Philharmonie Südwestfalen noch gesteigert werden, was sich auch wirtschaftlich positiv niederschlagen wird.
Die Rendite aus dem vom Kreis eingelegten Stiftungskapital ist ein Beitrag zur Sicherheit der Philharmonie. In Höhe dieser Rendite wird der laufende Haushalt des Kreises entlastet. Das von der Stifterin eingelegte Kapital bietet der Philharmonie zusätzliche Möglichkeiten.
"Auch vor dem Hintergrund der generell schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen ist die Stiftung im Sinne von Public-Private-Partnership der Beginn eines tragfähigen Zukunftsmodells für unser Philharmonisches Orchester. Das war der Ausgangspunkt für die Gespräche, die Frau Lambrecht-Schadeberg und ich geführt haben", so Paul Breuer. Der Landrat zeigt sich überzeugt davon, dass die enorme private Stiftungseinlage eine "Leuchtturmfunktion" haben wird und erwartet eine ganze Reihe von weiteren Zustiftungen.
Die Stiftungsgründer sehen die Einrichtung der Stiftung Philharmonie Südwestfalen nicht nur als wichtiges Zeichen für die Region, sondern auch als ein entschlossenes kulturpolitisches Signal gegenüber der Landesregierung und allen anderen, die die Philharmonie dankenswerterweise schon bisher unterstützt haben, Private sowie die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe und die Stadt Hilchenbach sowie der Förderverein der Philharmonie Südwestfalen und seine Mitglieder.
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