August
20. August 2007
„Der Natur helfen – aber nicht mehr als nötig“ -
Forstdirektor Georg Wilhelm referiert beim „Wiederbewaldungsforum“ am 8. Spetember in Bad Berleburg
„Man muss der Natur Hilfestellungen geben - allerdings nicht mehr, als sie unbedingt braucht.“ Diese Überzeugung vertritt Georg Wilhelm. Er ist leitender Forstdirektor in Rheinland-Pfalz und einer der Referenten beim Forum „Wiederbewaldung und Tourismus nach Kyrill“, das der Kreis Siegen-Wittgenstein und das Forstamt Siegen-Wittgenstein mit Unterstützung der Stadt Bad Berleburg am 8. September veranstalten. Georg Wilhelm ist selbst Privatwaldbesitzer in Lothringen (Frankreich) und war 1999 vom Orkan Lothar betroffen. Diese persönlichen Erfahrungen und sein forstliches Fachwissen haben ihn zu der Erkenntnis gebracht: „Wir müssen bei der Wiederbewaldung die gängigen Denkmuster verlassen und weg vom reinen Fichtenwald hin zur naturnahen, unaufwändigen aber trotzdem effektiven Waldwirtschaft“. In Rheinland-Pfalz setzte man diese Erkenntnisse inzwischen um: „Bei uns pflanzt man nicht mehr flächendeckend, sondern in so genannten Klumpen“, erläutert Wilhelm. Dabei wird nur noch ein kleiner Teil der Gesamtfläche bepflanzt. Die Bäume werden so einer Konkurrenz ausgesetzt, in der sie sich behaupten müssen. „Nach etwa 15 Jahren hat man auch mit diesem Prinzip einen Wald, der so dicht und voll ist, dass für einen Laien der Unterschied zu einer flächendeckenden Bepflanzung nicht mehr erkennbar ist.“ Von diesen Erfahrungen wird Georg Wilhelm beim Wiederbewaldungsforum berichten und seine Thesen zur Diskussion stellen.
Das Forum findet am 8. September ab 10:00 Uhr in der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums in Bad Berleburg statt. Das Programm besteht aus Kurz-Statements, Fachvorträgen und Diskussionsrunden. „Lothar“ und „Kyrill“ machen deutlich, dass auch Mitteleuropa künftig häufiger von Naturkatastrophen heimgesucht werden wird. „Deshalb müssen wir jetzt bei der Wiederaufforstung auf zukunftsfähige Lösungen setzen, die die ökologischen und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten miteinander in Einklang bringen“, sagt Landrat Paul Breuer. Nur durch ein umfassendes Miteinander können aus seiner Sicht die anstehenden Probleme möglichst zügig gelöst und tragfähige Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden. Dazu soll das Wiederbewaldungs-Forum beitragen.
Alle Interessierten sind beim Forum „Wiederbewaldung und Tourismus nach Kyrill“ herzlich willkommen. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten: Kreis Siegen-Wittgenstein, Dezernat II-Planung, 57069 Siegen, E-Mail: a_denker-blach@siegen-wittgenstein.de , Telefon: 0271 333-1916.
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„Der Natur helfen – aber nicht mehr als nötig“ -
Forstdirektor Georg Wilhelm referiert beim „Wiederbewaldungsforum“ am 8. Spetember in Bad Berleburg
„Man muss der Natur Hilfestellungen geben - allerdings nicht mehr, als sie unbedingt braucht.“ Diese Überzeugung vertritt Georg Wilhelm. Er ist leitender Forstdirektor in Rheinland-Pfalz und einer der Referenten beim Forum „Wiederbewaldung und Tourismus nach Kyrill“, das der Kreis Siegen-Wittgenstein und das Forstamt Siegen-Wittgenstein mit Unterstützung der Stadt Bad Berleburg am 8. September veranstalten. Georg Wilhelm ist selbst Privatwaldbesitzer in Lothringen (Frankreich) und war 1999 vom Orkan Lothar betroffen. Diese persönlichen Erfahrungen und sein forstliches Fachwissen haben ihn zu der Erkenntnis gebracht: „Wir müssen bei der Wiederbewaldung die gängigen Denkmuster verlassen und weg vom reinen Fichtenwald hin zur naturnahen, unaufwändigen aber trotzdem effektiven Waldwirtschaft“. In Rheinland-Pfalz setzte man diese Erkenntnisse inzwischen um: „Bei uns pflanzt man nicht mehr flächendeckend, sondern in so genannten Klumpen“, erläutert Wilhelm. Dabei wird nur noch ein kleiner Teil der Gesamtfläche bepflanzt. Die Bäume werden so einer Konkurrenz ausgesetzt, in der sie sich behaupten müssen. „Nach etwa 15 Jahren hat man auch mit diesem Prinzip einen Wald, der so dicht und voll ist, dass für einen Laien der Unterschied zu einer flächendeckenden Bepflanzung nicht mehr erkennbar ist.“ Von diesen Erfahrungen wird Georg Wilhelm beim Wiederbewaldungsforum berichten und seine Thesen zur Diskussion stellen.
Das Forum findet am 8. September ab 10:00 Uhr in der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums in Bad Berleburg statt. Das Programm besteht aus Kurz-Statements, Fachvorträgen und Diskussionsrunden. „Lothar“ und „Kyrill“ machen deutlich, dass auch Mitteleuropa künftig häufiger von Naturkatastrophen heimgesucht werden wird. „Deshalb müssen wir jetzt bei der Wiederaufforstung auf zukunftsfähige Lösungen setzen, die die ökologischen und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten miteinander in Einklang bringen“, sagt Landrat Paul Breuer. Nur durch ein umfassendes Miteinander können aus seiner Sicht die anstehenden Probleme möglichst zügig gelöst und tragfähige Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden. Dazu soll das Wiederbewaldungs-Forum beitragen.
Alle Interessierten sind beim Forum „Wiederbewaldung und Tourismus nach Kyrill“ herzlich willkommen. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten: Kreis Siegen-Wittgenstein, Dezernat II-Planung, 57069 Siegen, E-Mail: a_denker-blach@siegen-wittgenstein.de , Telefon: 0271 333-1916.
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