Kreis Siegen-Wittgenstein


August

3. August 2007  

14 Frauen bilden sich zur Verkäuferin im Lebensmittelbereich weiter:
DAA Siegen qualifiziert Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund – Einstieg noch bis zum 10. August möglich
  

Sie sind unterschiedlich alt, kommen aus unterschiedlichen Ländern und bringen unterschiedliche Lebenserfahrungen mit, aber sie haben ein gemeinsames Ziel: alle wollen im nächsten Jahr den Berufsabschluss „Verkäuferin im Lebensmittelbereich“ erlangen. Gemeint sind 14 engagierte Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 Jahren bis Mitte 40, die sich seit Juli im Rahmen eines Lehrgangs bei der DAA Siegen auf die IHK-Prüfung vorbereiten.

„Ein Jahr dauert die 1300 Stunden umfassende Qualifizierung, von der etwa ein Drittel in der Praxis erfolgt. Hierzu absolvieren die Teilnehmerinnen mehrere Praktika in heimischen Unternehmen“, sagt Susanne Heun, Lehrgangsleiterin bei der DAA Siegen. Auch wenn sie noch am Anfang ihres Berufsziels stehen und ihnen während der einjährigen Qualifizierung noch jede Menge an Einsatz, Durchhaltevermögen und Fachkenntnisse abverlangt werden, freut sich Heun, die Lehrgangsteilnehmerinnen mit den später guten Berufsaussichten motivieren zu können: „Gerade im Einzelhandelsbereich haben wir mit 80 Prozent eine sehr hohe Vermittlungsquote.“

Doch bevor es soweit ist, müssen sich die angehenden Verkäuferinnen noch viel Fachwissen aneignen, beispielsweise Einzelhandelsbetriebslehre, Waren- und Verkaufskunde, EDV-Grundlagen sowie den richtigen Umgang mit Kunden.

Obwohl alle Teilnehmerinnen bereits über gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen und diese vor Lehrgangsbeginn im Rahmen eines Deutschtests unter Beweis stellen mussten, gilt es auch weiterhin, die Sprachkenntnisse zu verbessern. „Etwa ein Zehntel ist so genannter Stützunterricht. Der ist nötig, weil Verkäufer viel Kundenkontakt haben. Und da sind gute Deutschkenntnisse nun mal enorm wichtig“, betont Susanne Heun.

Dass erstmals ein Lehrgang zur Qualifizierung von Verkäufern für Teilnehmer mit Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit der DAA angeboten werden konnte, freut Petra Kipping von der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein.  „Die DAA bildet schon seit langem erfolgreich Handel aus. Oft waren in diesen Lehrgängen auch ausländische Teilnehmer, so dass wir nun sehr genau wissen, was sie an Unterstützung und Qualifizierung benötigen“, so Petra Kipping. Und Susanne Heun fügt hinzu: „Wir sind sicher, dass wir mit unserem Konzept viele erreichen, die über einen 400 Euro-Aushilfsjob hinaus langfristig im Einzelhandel Fuß fassen wollen.“  

Die Weiterbildung umfasst zunächst einen 5-monatigen Theorieblock. Daran schließt sich ein Praktikum an, das zwei Monate dauert. 

Auch wenn der Lehrgang bereits gestartet ist, sind derzeit noch Plätze frei. Generell besteht die Möglichkeit, bis zum 10. August einzusteigen. Förderungsvoraussetzung ist eine bestehende Langzeitarbeitslosigkeit. Weitere Informationen zum Lehrgang gibt Susanne Heun von der DAA Siegen, Telefon: 230940 oder E-Mail: susanne.heun@daa-bw.de .

Finanziell gefördert wird das Projekt durch das Land NRW. Die inhaltliche Auswahl und Entwicklung der Konzeption erfolgte durch die Regionalagentur der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie die DAA Siegen. Die Regionalagentur ist eine Einrichtung, die im Auftrag des Landes arbeitsmarktsfördernde Projekte und Handlungsinstrumente entwickelt. Sie besteht u.a. aus einem Arbeits- und Lenkungskreis, dem Arbeitsmarkt relevante Akteure angehören, wie beispielsweise die Industrie- und Handelskammer Siegen, die Unternehmerschaft und Arbeitsagentur Siegen.

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Kontakt
Torsten Manges
Pressereferent
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