Dezember
Fünfjahresplan zum Ausbau der Bundesfernstraßen: Resolution für Ortsumgehungen in Kreuztal und Bad Laasphe
Die Ortsumgehung Bad Laasphe, die südliche Teilortsumgehung Kreuztal und der Weiterbau der Hüttentalstraße-Süd stehen im Mittelpunkt einer Resolution, mit der sich der Verkehrsausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein voraussichtlich in seiner Sitzung am Donnerstag, 9. Dezember 2004 befasst. In dem Entwurf der Kreisverwaltung wird der Bundesminister Verkehr, Bauen und Wohnen, gebeten, die drei Projekte bei der anstehenden Fortschreibung des Fünfjahresplanes für die Bundesfernstraßen als neue Vorhaben aufzunehmen.
Hintergrund: Der Deutsche Bundestag hat im Oktober diesen Jahres darüber entschieden, für welche Vorhaben aus Sicht des Bundes ein „vordringlicher" und für welche ein nachrangiger „weiterer" verkehrlicher Bedarf besteht. Welche der Baumaßnahmen im „vordringlichen" Bedarf konkret angegangen werden, entscheidet der Minister, indem er die Projekte in einen Fünfjahresplan als Rahmen für die jährlichen Straßenbaupläne einstellt. „Es ist angesichts der weiterhin zu erwartenden Engpässe bei der Finanzierung der Bundesfernstraßen besonders wichtig, Schlüsselprojekte der Region im nächsten Fünfjahresplan zu verankern und damit die Chancen auf einen mittelfristigen Baubeginn zu wahren", so Landrat Paul Breuer in der Ausschussvorlage.
Der Bund habe mit hohem finanziellen Engagement den Bau der HTS vorangetrieben. Diese Investitionen rentierten sich aber erst dann in ganzem Umfang, wenn das Projekt seinen vollen Verkehrswert erreicht hat, heißt es in der Resolution. Die im Bau befindlichen Maßnahmen an der A4 / B 54 müssten daher zügig zu Ende geführt und die südliche Fortsetzung der B 62 von der Siegtalbrücke (A 45) bis zum Mudersbacher Kreisel fortgesetzt werden. Außerdem sei der Bau der Anschlussstelle Kreuztal-Buschhütten dringend zeitnah zu vervollständigen und Kreuztal durch die südliche Teilortsumgehung im Zuge der B 508 zu entlasten. Landrat Paul Breuer: „ In Kreuztal liegt ab 2006 quasi der Autobahnanschluss in der Stadtmitte."
Für den Kur- und Rehastandort Bad Laasphe sei eine Ortsumgehung dringend erforderlich, um den Stadtkern vom Durchgangsverkehr zu entlasten und den Verkehr aus Nordhessen über die Ortsumgehung Wallau-Biedenkopf auf einer leistungsfähigen Trasse weiter in das Wittgensteiner Land hineinzuführen, heißt es im Resolutionstext.
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