Kreis Siegen-Wittgenstein


Juli

Schulterschluss der vier Landräte:
Arbeitsgemeinschaft soll Qualität auf der Siegstrecke verbessern
  

Der schlechte Zustand der Siegstrecke sorgt derzeit für erhebliche Qualitätsverluste im Schienenpersonennahverkehr auf dieser Strecke. Die Landräte des Rhein-Sieg-Kreises (NRW), des Lahn-Dill-Kreises (Hessen) und der Kreise Altenkirchen (Rheinland-Pfalz) und Siegen-Wittgenstein (NRW) haben sich deshalb auf einen gemeinsamen Vorstoß verständigt und die Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft Siegstrecke“ beschlossen. Das Ziel: Fortschritte auf Landes- und Bundesebene, um Investitionen in die Schieneninfrastruktur auf der Strecke bei der nächsten Überprüfung des Bundesverkehrswegeplanes zu ermöglichen.

Bei dem Treffen, zu dem Landrat Paul Breuer ins Kreishaus in Siegen eingeladen hatte, waren sich die Landräte darin einig, dass zunächst auf die Landesregierungen Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW zugegangen werden muss, wenn die Initiative, die unter der Federführung des Kreises Siegen-Wittgenstein steht, erfolgreich sein soll. Mit der gemeinsamen Unterstützung durch die drei Landesregierungen soll die Angelegenheit schließlich auf dem Schreibtisch des Bundesverkehrsministers landen.

„Der Rhein-Sieg-Kreis hat ein hohes Interesse an einer besseren verkehrlichen Anbindung des östlichen Kreisteils, in dem viele Pendler leben und der durch höhere Arbeitslosenzahlen gekennzeichnet ist“, betont Landrat Frithjof Kühn. „Deshalb habe ich großes Verständnis für die dringende Forderung der Nachbarkreise nach einer besseren und schnelleren Anbindung an die Metropole Köln und den ICE-Bahnhof in Siegburg.“ Auch für seinen Amtskollegen Dr. Alfred Beth vom Kreis Altenkirchen hat der Ausbau der Siegstrecke eine hohe Priorität.: „Sie ist eine der wichtigsten Schienenverkehrswege im Land Rheinland-Pfalz und im Hinblick auf die hohen Pendlerzahlen eine wirtschaftliche Lebensader für den Kreis. Die derzeitigen schlechten Bedingungen auf der Strecke ärgern die vielen Pendler. Das neue Gutachten des Kreises Altenkirchen zur demografischen Entwicklung zeigt, dass eine schnelle Anbindung an das Rheinland für uns von eminenter Bedeutung ist.“

Landrat Dr. Karl Ihmels lässt keine Zweifel an den erheblichen Nachteilen für den hessischen Lahn-Dill-Kreis: „Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Erreichbarkeit des Rheinlandes aufgrund des schlechten Zustandes der Strecke stark eingeschränkt. Generell bedeutet dagegen eine qualitative gute Schienenanbindung immer auch eine höhere Lebensqualität.“ Für den Raum Siegen als Knotenpunkt der Verbindung Köln-Siegen-Frankfurt hat die Siegstrecke naturgemäß eine hohe Bedeutung. Dabei geht es nicht nur um die Verbindung zwischen dem Oberzentrum Siegen und der Metropole Köln, sondern auch um die Anbindung des Netzes der Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd an das europäische Fernverkehrsnetz.

Landrat Paul Breuer: „Hier sind ganz dicke Bretter zu bohren. Mit diesem Schulterschluss und dem festen Willen gemeinsam die Landesregierungen in unsere Bemühungen einzubinden, nutzen wir die einzige Chance die Qualität auf dieser für uns enorm wichtigen Strecke mittelfristig zu verbessern!“ Bis Herbst dieses Jahres soll eine Argumentation erarbeitet werden, um der gemeinsamen Initiative der Landräte zum Erfolg zu verhelfen.

zurück


Kontakt
Torsten Manges
Pressereferent
Telefon: 0271 333-2308
Telefax: 0271 333-2330
E-Mail: presse@siegen-
wittgenstein.de