Fortbildungsprogramm Ehrenamtler
FORTBILDUNGSPROGRAMM FÜR EHRENAMTLICHE BETREUER IM KREIS SIEGEN-WITTGENSTEIN 2012
Sehr geehrte Betreuerinnen und Betreuer,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
die Fortbildungsreihe und Serviceangebote der Arbeitsgemeinschaft „Ehrenamtliche Betreuung” wenden sich an ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer nach dem Betreuungsgesetz.
Auch Bürgerinnen und Bürger, die zukünftig die gesetzliche Vertretung eines kranken oder behinderten Menschen übernehmen möchten, sind ebenfalls zu den Veranstaltungen und zur Nutzung der Angebote eingeladen.
Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, Sie in Ihrer Tätigkeit als ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer durch Fortbildungsangebote und andere Hilfestellungen zu unterstützen und Ihnen die Möglichkeit zu geben, Fragen, Anregungen und Wünsche zu äußern.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Bitte beachten Sie bei den Einzelveranstaltungen die unterschiedlichen Veranstaltungsorte.
Bei Veranstaltungen im Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau ist der Zugang über den rückwärtigen Eingang zu erreichen. Ausreichende Parkmöglichkeiten finden Sie z.B. auf dem Gelände vor der Bismarckhalle in Siegen-Weidenau.
EINFÜHRUNGSVERANSTALTUNGEN
In den Einführungsveranstaltungen am 22. Februar 2012 in Siegen und am 23. März 2012 in Bad Berleburg soll ein Überblick über die Themen „Rechtliche Betreuung und Tätigkeiten eines rechtlichen Betreuers“ gegeben werden. Die Referenten erläutern grundsätzliche Begriffe und Zusammenhänge und sind für Fragen der Zuhörenden offen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur für neue rechtliche Betreuer interessant, sondern können auch sehr gut zur Auffrischung des eigenen Kenntnisstandes genutzt werden.
Mittwoch, 22. Februar 2012, 18.00 Uhr
GRUNDLAGEN RECHTLICHER BETREUUNG UNTER ABGRENZUNG ZUR VORSORGEVOLLMACHT
Voraussetzungen einer rechtlichen Betreuung, Betreueraufgaben, Bestellungsverfahren, Vorsorgevollmacht
Referent: Dr. Paul Springer, Direktor am Amtsgericht Siegen
Ort: Aula des Medien- und Kulturhauses LŸZ, St.-Johann-Str. 18, 57074 Siegen
Freitag, 23. März 2012, 18.00 Uhr
GRUNDLAGEN RECHTLICHER BETREUUNG UNTER ABGRENZUNG ZUR VORSORGEVOLLMACHT
Voraussetzungen einer rechtlichen Betreuung, Betreueraufgaben, Bestellungsverfahren, Vorsorgevollmacht
Referent: Kurt Grauel, Richter am Betreuungsgericht Bad Berleburg
Ort: Diakonisches Werk Wittgenstein, Schützenstraße 4, 57319 Bad Berleburg
MITTWOCHSVERANSTALTUNGEN IN SIEGEN
Mittwoch, 07. März 2012, 17.00 Uhr
VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER DEM BETREUUNGSGERICHT
Vermögensverzeichnis, Rechnungslegung, Jahresbericht etc.
Im Rahmen von rechtlicher Betreuung gibt es in der Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht einige wichtige Gesichtspunkte, die der rechtliche Betreuer beachten sollte. In diesem Vortrag gibt der Referent einen Überblick über die wichtigsten Rechte und Pflichten eines rechtlichen Betreuers und erläutert, wie bei etwaigen Fragestellungen oder Unsicherheiten zu verfahren ist bzw. wo man die nötigen Informationen erhält.
REFERENT: Daniel Solms, Rechtspfleger am Betreuungsgericht Siegen
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 04. April 2012, 17.00 Uhr
STERBEHILFE – ETHISCHE UND RECHTLICHE ASPEKTE
Deutschland, Niederlande, Schweiz
Einfluss nehmen auf das eigene Sterben, wer wollte das nicht. Den letzten Weg erleichtern, Schmerzen und Leiden lindern, Sterbende begleiten und nicht alleine lassen, das ist Teil des ärztlichen Auftrags. Menschen versuchen ihr eigenes Schicksal durch Patientenverfügungen ihren Wünschen gemäß zu gestalten. Doch welche Grenzen sind diesem Tun durch Gesetze und Normen auferlegt? Welche moralischen Pflichten sind zu erfüllen? Was darf man sich als Betroffener wünschen, was fordern? Welche Unterschiede gibt es im benachbarten Ausland und weshalb ist man dort andere Wege gegangen? Neben einer Darstellung der juristischen Fakten und der ethischen Maßstäbe wird Raum für die Diskussion individueller Grenzfälle bleiben.
REFERENT: Ulrich Feltkamp, Kreisklinikum Siegen, Oberarzt Anästhesie
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 02. Mai 2012, 17.00 Uhr
ZWISCHEN DEN STÜHLEN – ROLLENKONFLIKTE RECHTLICHER BETREUER
Die Übernahme einer gesetzlichen Betreuung für einen anderen Menschen beinhaltet vielfältige Aufgaben und Anforderungen. Ein zentraler Aspekt für die Umsetzung der anfallenden Aufgaben ist, sich darüber bewusst zu sein, dass sich rechtliche Betreuer durch ihre Arbeit automatisch in unterschiedlichen Rollen wieder finden. Darüber, wie eine konstruktive Beziehungsgestaltung und eine erfolgreiche Aufgabenbewältigung gelingen kann, wollen wir sprechen.
REFERENT: Christiane Schmenn, Dipl. Sozialarbeiterin, Psychiatrische Institutsambulanz Kreisklinikum Siegen
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 06. Juni 2012, 17.00 Uhr
PSYCHISCHE ERKRANKUNGEN
Der Vortrag soll einen Überblick über die Entstehungsbedingungen und Behandlungsmöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen geben. Dabei wird genügend Zeit für Diskussionen und konkrete Fragen gegeben.
REFERENT: Peter Wüllner, Psychiatrische Institutsambulanz Kreisklinikum Siegen
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 04. Juli 2012, 17.00 Uhr
BETREUUNG UND SOZIALLEISTUNGEN NACH DEM SGB XII
- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung -
Gründe für die Altersarmut? Welche Ansprüche hat der von mir vertretene Erwerbsgeminderte oder über 65 Jahre alte Betreute? Was muss ich bei der Antragstellung beachten? Wer ist leistungsberechtigt? Welches Einkommen und Vermögen ist von meinem Betreuten einzusetzen? Welche Kosten der Unterkunft werden berücksichtigt? Wie sieht eine Sozialhilfebedarfsberechnung aus? Anstehende Fragen werden durch den Referenten beantwortet.
REFERENT: Bernd Orthen, Stadt Siegen, Stv. Abteilungsleiter FB 5/1 Soziales
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 05. September 2012, 17.00 Uhr
SO LANGE WIE MÖGLICH IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN...
Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben und zu wohnen - das wünschen sich die meisten älteren Menschen in Siegen-Wittgenstein. In diesem Vortrag sollen Fragen in diesem Zusammenhang behandelt werden. Insbesondere werden Möglichkeiten der Gestaltung des persönlichen Lebensumfeldes, Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten in der Region und deren Finanzierungswege ebenso beispielhaft aufgegriffen, wie Fragen zur Mobilität und Versorgungssituation auch bei Eintritt von Pflegebedürftigkeit.
REFERENTIN: Gaby Cullmann, Kreis Siegen-Wittgenstein, Leben und Wohnen im Alter
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 24. Oktober 2012, 17.00 Uhr
KRITERIEN ZUR AUSWAHL EINER PFLEGEEINRICHTUNG UND MERKMALE GUTER PFLEGE
Wenn die ersten Überlegungen zum Umzug in eine Pflegeeinrichtung konkreter werden, fällt es vielen Betroffenen und Angehörigen schwer, unter den vielen Einrichtungen das passende Angebot zu finden. Die Lage einer Pflegeeinrichtung, die räumliche Gestaltung, die Personalausstattung, die hauswirtschaftliche Versorgung sowie die soziale Betreuung können sicherlich wichtige Faktoren für die Auswahl einer Pflegeeinrichtung sein. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl darüber hinausgehender Kriterien, die bei der Wahl ausschlaggebend sein können. Hierüber wollen wir gemeinsam ins Gespräch kommen.
REFERENTINNEN: Heidemarie Pulfrich / Manuela Steger, Kreis Siegen-Wittgenstein, Heimaufsicht
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 07. November 2012, 17.00 Uhr
WOHNANPASSUNG BEI MENSCHEN MIT DEMENZ
Die überwiegende Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt allein im häuslichen Bereich oder wird u.a. von ihren Angehörigen zuhause versorgt und betreut.
Menschen mit Demenz benötigen aber ganz besondere Unterstützungsleistungen im Wohnbereich, um den Alltag selbständig bzw. mit Hilfe ihrer Angehörigen bewältigen zu können. Die Veranstaltung zeigt anschaulich und praxisnah Möglichkeiten der Wohnraumanpassung für Menschen mit Demenz, von der Herdsicherung über die Badezimmergestaltung bis zur Personenortung.
REFERENTIN: Birgitt Braun, Demenz-Servicezentrum Südwestfalen
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
Mittwoch, 05. Dezember 2012, 17.00 Uhr
FINANZIERUNG VON PFLEGESITUATIONEN AUS VERMÖGEN
Wenn ein Pflegebedarf eingetreten ist, können die Kosten für diese Versorgung im Einzelfall - ob zu Hause oder in einem Seniorenheim - durch die Leistungen der Pflegeversicherung möglicherweise nicht ausreichend gedeckt sein. In diesem Vortrag werden ergänzende Möglichkeiten der Finanzierung und Sicherstellung der pflegerischen Versorgung benannt und damit einhergehende Fragen z.B. zum Einsatz des Einkommens des Ehegatten, des Vermögens oder der Unterhaltspflicht durch die Kinder beantwortet.
REFERENT: Wolf-Thomas Speck, Kreis Siegen-Wittgenstein, Heimaufsicht
ORT: Rathaus der Stadt Siegen in Weidenau, Regiestelle Leben im Alter, Weidenauer Str. 211-213, 57076 Siegen
MITTWOCHSVERANSTALTUNGEN IN BAD BERLEBURG
Mittwoch, 09. Mai 2012, 17.00 Uhr
FINANZIERUNG VON PFLEGESITUATIONEN AUS VERMÖGEN
Wenn ein Pflegebedarf eingetreten ist, können die Kosten für diese Versorgung im Einzelfall - ob zu Hause oder in einem Seniorenheim - durch die Leistungen der Pflegeversicherung möglicherweise nicht ausreichend gedeckt sein. In diesem Vortrag werden ergänzende Möglichkeiten der Finanzierung und Sicherstellung der pflegerischen Versorgung benannt und damit einhergehende Fragen z.B. zum Einsatz des Einkommens des Ehegatten, des Vermögens oder der Unterhaltspflicht durch die Kinder beantwortet.
REFERENT: Wolf-Thomas Speck, Kreis Siegen-Wittgenstein, Heimaufsicht
ORT: Diakonisches Werk Wittgenstein, Schützenstraße 4, 57319 Bad Berleburg
Mittwoch, 19. September 2012, 17.00 Uhr
BETREUUNG UND SOZIALLEISTUNGEN NACH DEM SGB XII
- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung -
Gründe für die Altersarmut? Welche Ansprüche hat der von mir vertretene Erwerbsgeminderte oder über 65 Jahre alte Betreute? Was muss ich bei der Antragstellung beachten? Wer ist leistungsberechtigt? Welches Einkommen und Vermögen ist von meinem Betreuten einzusetzen? Welche Kosten der Unterkunft werden berücksichtigt? Wie sieht eine Sozialhilfebedarfsberechnung aus? Anstehende Fragen werden durch den Referenten beantwortet.
REFERENT: Michael Seiffert, Stadt Bad Berleburg, Abteilungsleiter Soziales
ORT: Diakonisches Werk Wittgenstein, Schützenstraße 4, 57319 Bad Berleburg
Mittwoch, 24. Oktober 2012, 17.00 Uhr
ERBRECHT
Was muss ich als Betreuer regeln bzw. beachten, wenn der von mir Betreute Erbe wird? Soll man das Erbe annehmen oder ausschlagen und wie schlage ich gegebenenfalls die Erbschaft aus? Grundsätzlich haftet ein Erbe nicht nur mit dem Nachlass, sondern darüber hinaus auch mit seinem Privatvermögen. Es gibt aber Möglichkeiten, das Haftungsrisiko zu begrenzen. Diese Möglichkeiten werden vorgestellt und erläutert. Was ist, wenn meinem Betreuten ein Pflichtteilsanspruch zusteht? Wie mache ich diesen Pflichtteilsanspruch geltend? Zu diesen und anderen Fragen im Zusammenhang mit dem Erbrecht informiert Sie der Referent.
REFERENT: Rechtsanwalt Christian Loh, Bad Berleburg
ORT: Diakonisches Werk Wittgenstein, Schützenstraße 4, 57319 Bad Berleburg
Download-Dokumente
Dokumentation: Vortrag "Betreuung und Erbrecht" (139 kb)
Dokumentation: Vortrag "Leistungen nach dem SGB II" (314 kb)
Dokumentation: Vortrag "Freiheitsenziehende Maßnahmen" vom 01.09.2010 (2270 kb)
Dokumentation: Vortrag "Finanzierungsmöglichkeiten und Vermögenseinsatz bei Pflegesituationen" (602 kb)
Dokumentation: Vortrag "Grundlagen rechtlicher Betreuung" vom 09.02.2011 (2128 kb)
Dokumentation: Vortrag "Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht" vom 07.09.2011 (106 kb)
AKTUELL: Fortbildungsprogramm für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer im Kreis Siegen-Wittgenstein 2012 (576 kb)
Information: Vermögenshaftpflichtversicherung des Landes NRW für ehrenamtliche Betreuer (15 kb)
Information: Merkblatt für Betreuerinnen und Betreuer (29 kb)
Information: Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer (25 kb)
