Kreis Siegen-Wittgenstein


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Altkreis Siegen (bis 1975)

31.05.1815
Auf dem Wiener Kongress erhält Preußen das Fürstentum Siegen

29.07.1815
Feierliche Besitzergreifung Preußens vom größten Teil des Fürstentum Siegen

02.08.1815
Bewerbung des Herrn von Schenk als Kreisdirektor des zukünftigen Kreises Siegen

20.05.1816
Bildung des Kreises Siegen. Aufteilung des Großherzogtums Niederrhein in Kreise durch Erlass des Präsidiums der königlichen Regierung zu Koblenz. Bis zur Ernennung der Landräte wurden Kreiskommissare eingesetzt, die mit den beigeordneten Kreissekretären am Hauptort der Kreiskommissionen bildeten und mit Wirkung vom 20.05.1815 in Funktion traten. Das Unterdirektorium Siegen wurde somit durch die Kreiskommission Siegen und der bisherige Leiter des Unterdirektoriums durch den Kreiskommissar Schenk ersetzt.

14.12.1816
Der Freie- und Hickengrund sowie die Siegenschen Ortschaften Wilgersdorf, Wilnsdorf, Nieder- und Oberdielfen, Rinsdorf, Rödgen, Obersdorf, Nauholz, Beienbach, Flammersbach, Feuersbach, Brauersdorf, Obernau, Irmgarteichen, Gernsdorf, Hainchen, Werthenbach, Lahnhof, Nieder- und Oberwalpersdorf, Nenkersdorf, Grissenbach, Deuz, Salchendorf, Helgersdorf, Anzhausen, und Rudersdorf, die am 08.08.1815 vorläufig an das Herzogtum Nassau abgetreten worden waren, kamen zum Kreis Siegen.

01.06.1817
Zuweisung des Kreises Siegen zum Regierungsbezirk Arnsberg.

1824
Erster Walzenguss.

1826
Bildung des ersten Kreistages bestehend aus Landadligen.

13.07.1827
Kreisordnung für die Rheinprovinz und Westfalen. Beibehaltung der ständischen Strukur der Kreisverfassung.

1825 – 1830
Entstehen erster Blechwalzwerke.
 
15.02.1833
Gründung des Kultur- und Gewerbevereins Siegen.

17.10.1836
Eröffnung der höheren Bürgerschule in Siegen

1849
Wiesenordnung für Wiesenverbände

1848/49
Revolution

30.05.1849
Wahlgesetz mit Einführung des Dreiklassenwahlrechtes (bis 1918 in Preußen gültig).

15.10.1853
Gründung der Wiesenbauschule durch den Landrat und Vorsitzenden des Kultur- und Gewerbevereins von Holtzbrink. Die Wiesenbauschule hat wegweisenden Einfluss auf den gesamten deutschen Kulturbau.

10.01.1861
Eröffnung der Bahnlinie Betzdorf-Siegen

06.08.1861
Fertigstellung der Ruhr-Sieg-Strecke. Einweihung der letzten Teilstrecke Altena-Siegen

1864
erste Kokshochöfen; Niedergang der Köhlerei

18.01.1871
Gründung des Deutschen Reichs

01.01.1874
Inkrafttreten der preußischen Kreisordnung vom 18.12.1872. Die Kreisordnung galt formal bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

1879
Bismarcksche Schutzzölle
 
1880/90
Landratsamt befand sich im Unteren Schloss in Siegen

1883 
Eröffnung der Bahnlinie Kreuztal-Marburg

31.07.1886
Kreisordnung für die Provinz Westfalen. Danach bildete jeder Kreis neben seiner Eigenschaft als staatlicher Verwaltungsbezirk auch einen Kommunalverband mit eigenen Rechten einer Selbstverwaltungskörperschaft. Als verfassungsmäßige Organe wurden Kreistag, Kreisausschuss und Landrat eingeführt. Der Kreistag wurde nun in den Städten von der Vertretung, in den Landgemeinden von den Wahlverbänden der unmittelbaren Steuerzahler und der größeren Grundbesitzer gewählt. Der Kreistag hatte als Vertretung des Kreises über die Angelegenheiten des Kommunalverbandes zu beschließen und der von ihm gewählte Kreisausschuss neben seiner vorbereitenden Tätigkeit für den Kreistag an den Geschäften der Kreisverwaltung mitzuwirken. Den Vorsitz im Kreistag wie im Kreisausschuss führte der Landrat, der weiterhin sowohl Leiter der staatlichen Verwaltung als auch des Kommunalverbandes war.

1889
Beginn der Separation

03.09.1889
Kauf des Hauses Grabenstr. 17. Zusammenlegung des Landratsamtes und der Kreisausschussverwaltung in diesem Gebäude. 

1891
Inbetriebenahme des ersten Siemens-Martin-Ofens

1895
Omnibuslinie Siegen-Netphen-Deuz. Weltweit erste O-Buslinie mit motorgetriebenen Fahrzeugen.

1897
Gründung der ersten Milchverwertungsgenossenschaften.

03.11.1903
Einweihung des Kreishauses, Koblenzer Str.

12.01.1904
Einweihung der Straßenbahnstrecke Koblenzer Str. – Provinzialstr. (Siegen-Geisweid)

1904
Gründung der Siegener Kreisbahn GmbH

1904
Anfänge der Umwandlung von Hauberg (34.000 ha) in Hochwald

1906
Kleinbahn Weidau-Deuz

1907
Freiengrunder Talbahn

1914 – 1918
Erster Weltkrieg

09.11.1918
Ausrufung der Republik

11.11.1918
Waffenstillstand
 
11.08.1919
Weimarer Verfassung. Erste demokratische Kreisverfassung (d. h.  der Kreistag wird in direkter Volkswahl gewählt).
 
1921
Erstürmung des Kreishauses durch “das hungrige und verhetzte Volk”

01.03.1923
Siegen wird kreisfreie Stadt

1923
Inflation und Währungsreform

1929
Weltwirtschaftskrise

30.01.1933
Machtergreifung Adolf Hitlers

30.01.1935 
Bekanntmachung der Deutschen Gemeindeordnung. Einführung des Führerprinzips.

09.11.1938
Reichspogromnacht
 
01.09.1939
Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Angriff auf Polen. Rüstungsproduktion

16.12.1944
Zerstörung Siegens durch Luftangriff. Auch das Kreishaus wurde getroffen und erlitt erhebliche Brand- und Wasserschäden. Es ist in den Jahren 1946/47 wiederaufgebaut worden.

08.05.1945 
Kapitulation der Wehrmacht beendet den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945 ging sämtliche deutsche Staatsgewalt unter. Als einziger Teil der öffentlichen Verwaltung blieben die kommunalen Gebietskörperschaften übrig, von denen sich in der Folge die ersten Ansätze zur Rückkehr in geordnete Lebensverhältnisse, für den Wiederaufbau und die Erneuerung der Demokratie in Deutschland vollzogen. Auf Kreisebene mussten eine Reihe neuer Ämter errichtet werden, so das Kreisvertriebenenamt, das Kreiswohnungsamt, das Kreiskulturbauamt, das Straßenverkehrsamt, die Kreiskohlenstelle, die Wiedergutmachungsstelle und später das Lastenausgleichsamt.

01.04.1946
Inkrafttreten der Revidierten Deutschen Gemeindeordnung aufgrund einer Verordnung der Britischen Militärregierung. An der Spitze der Kreisverwaltung steht nun der Oberkreisdirektor. Der Landrat ist nur noch ehrenamtlicher Repräsentant des Kreises und Vorsitzender des Kreistages.

1945 – 1948
Trümmerbeseitigung

1948
Währungsreform

23.05.1949
Verkündung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

1950/60
Eingliederung der Ostvertriebenen

1952
Inkrafttreten der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen
 
21.07.1953
Inkrafttreten der Landkreisordnung für das Land Nordrhein-Westfalen

1953 
Beginn der Flurbereinigung

09.09.1953
Gründung des Wasserverbandes Siegerland

05.09.1956
Erstmals fließt Wasser aus der Breitenbachtalsperre ins Wassernetz

1957
Trockenheit

1957
Gründung des Siegerland-Orchesters

1959
Trockenheit

18.04.1962
Stilllegung der letzten Erzgrube (Grube Pfannenberg)

1964
Trockenheit

15.05.1965 
Abschluss der Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke

26.04.1966
Erstes Siegerland-Gesetz
 
1967
Inbetriebnahme des Siegerlandflughafens
 
10.08.1967
Erster Spatenstich an der Obernautalsperre

05.11.1968 
Zweites Siegerland-Gesetz
 
11.08.1969
Neufassung der Landkreisordnung, die von nun an wieder als Kreisordnung bezeichnet wird.

1970 
Schacholympiade in Siegen

1971 
Fertigstellung der Obernautalsperre

25.10.1971
Fertigstellung der Sauerlandlinie. Übergabe des letzten Teilstückes zwischen Lüdenscheid und Freudenberg

1972
Abriss des Kreisgebäudes an der Koblenzer Str.

05.11.1974
Sauerland/Paderborngesetz. Die Kreise Siegen und Wittgenstein werden zum 01.01.1975 aufgelöst. Rechtsnachfolger ist der Kreis Siegen.


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