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20 bedeutende Persönlichkeiten aus Siegen-Wittgenstein
Folge 13: "Carl Kraemer", Tierschützer (1873 - 1951)

 
 

Carl Kraemer wurde am 22. Dezember 1873 in Hilchenbach geboren und war von Beruf Sattlermeister. Schon als Schüler beschäftigte er sich mit Pflanzen und Tieren in Wald und Feld. Den heimischen Vögeln galt seine besondere Liebe. Wegen seiner umfassenden Kenntnisse auf diesem Gebiet wurde er bereits im Alter von 23 Jahren zum korrespondierenden Mitglied der zoologischen Sektion des Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst in Münster berufen. 1899 übernahm er den Vorsitz des Tierschutz-Vereins Hilchenbach.

Kampf gegen Massentierquälerei

Seit 1894 verband ihn eine Freundschaft mit dem Berliner Ehepaar Hans und Meta Beringer, die dem Berliner Tierschutz-Verein zur Bekämpfung der Massentierquälerei vorstanden. Diese beriefen ihn 1912 als hauptamtlichen Mitarbeiter nach Berlin, wo er große Erfolge erzielte.

Im 1. Weltkrieg widmete sich Carl Kraemer dem Schutz der verwundeten Pferde, u.a. entwickelte er einen besonderen Pferdetransportwagen. In Genf vertrat er die Interessen des Deutschen Reiches, als dort über den Internationalen Roten Stern verhandelt wurde, der den verwundeten Kriegspferden internationalen Schutz gewähren sollte.

„Vater des Tierschutzgesetztes"

In der Nachkriegszeit betrieb Carl Kraemer in Berlin eine Druckerei, in der er in Millionenauflagen Tierschutzwerbeschriften herstellte. Die Krönung seiner Arbeit erfuhr er am 24. November 1933, als das erste deutsche Tierschutzgesetz erlassen wurde, für das er sich leidenschaftlich eingesetzt hatte. Der zuständige Referent im Reichsministerium des Innern, Dr. von Seefeld, nannte ihn den „Vater des Tierschutzgesetzes“.

Dem Versuch der Nationalsozialisten, die deutschen Tierschutzvereine im Reichstierschutzbund gleichzuschalten, begegnete Carl Kraemer, indem er den Berliner Tierschutzverein auflöste und einen „Verlag Deutscher Tierschutzwerbedienst GmbH“ gründete, der insbesondere die Schulen mit den Tierschutzheften belieferte.
Als im 2. Weltkrieg Papierknappheit die Arbeit fast unmöglich machte, kehrte Carl Kraemer Ende 1943 in seine Heimat zurück; er setzte seine Arbeit von Hilchenbach aus bis zu seinem Tode fort, nachdem im April 1945 das Verlagsgebäude durch Bombenangriffe zerstört wurde.

Quelle: Museumsführer Stadtmuseum Hilchenbach

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