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"Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte…" – ein Ausstellungsprojekt

 
 

„Das Tagebuch der Anne Frank“ ist vielen ein Begriff und gehört ohne Zweifel zu den Büchern, die jedem unter die Haut gehen. Vom 1. bis 25. März 2018 wird das Schicksal des jüdischen Mädchens Thema einer Ausstellung in den Räumlichkeiten der Sparkasse Siegen sein – Titel: "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte…". Ende vergangenen Jahres wurden Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein eingeladen, „Das Tagebuch der Anne Frank“ in ihrem Unterrichtsplan zu berücksichtigen und sich für zweistündige Führungen*) durch die Ausstellung anzumelden. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr zugänglich.

Update (19.01.18): Anmeldeverfahren für Gruppen und Schulklassen hat begonnen / Programmheft liegt vor

Breit aufgestelltes Orgateam

Organisiert wird "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte…" vom Regionalen Bildungsbüro und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Universitätsstadt Siegen, dem Stadt- und dem Kreisjugendring sowie den Sparkassen im Kreisgebiet. Daneben wurde ein Trägerkreis aus weiteren regionalen Akteuren ins Leben gerufen, der ein themenbezogenes Rahmenprogramm u.a. mit Theater- und Filmvorführungen, Lesungen, Konzerten um die Ausstellung herum gestalteten wird. Schirmherren sind Landrat Andreas Müller und der Siegener Bürgermeister Steffen Mues.

Anne Frank - ein jüdisches Mädchen aus Frankfurt

Das jüdische Mädchen aus Frankfurt war 1934 mit seinen Eltern und seiner Schwester Margot in die Niederlande ausgewandert, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. In Amsterdam lebte die Familie ab Juli 1942 versteckt in einem Hinterhaus. Dort hielt Anne Frank ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch fest. Am 4. August 1944 wurde die Familie von der Gestapo entdeckt, vermutlich war sie verraten worden.

Nach der Entdeckung wird Anne Frank mit ihrer Schwester über das Arbeitslager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz und dann in das KZ Bergen-Belsen gebracht. Dort stirbt sie im März 1945 an Typhus. Nach dem Krieg wird ihr Tagebuch von ihrem Vater Otto Frank veröffentlicht, der den Holocaust überlebt hat.

„Jugendliche begleiten Jugendliche“

„Ein wesentlicher Bestandteil des Ausstellungskonzeptes besteht in der ‚Peer Education‘, also der Bildungsarbeit unter Gleichaltrigen“, erläutert Matthias Hein vom Bildungsbüro des Kreises: „Gemeinsam mit dem Anne-Frank-Zentrum und dem Jugendparlament der Stadt Siegen bilden wir im Vorfeld der Ausstellung 30 Jugendliche ab 15 Jahren zu ‚Peer Guides‘ aus, die dann die Schülergruppen ehrenamtlich durch die Ausstellung führen werden.“ 

Die Jugendlichen, die sich zu „Peer Guides“ ausbilden lassen möchten, erwerben geschichtliches Wissen, soziale und kommunikative Kompetenzen und erhalten zum Abschluss ein Zertifikat für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Die „Peer Guide“- Ausbildung erfolgte u.a. im Rahmen eines Wochenendseminars Anfang Dezember in Stift Keppel. Außerdem sind zwei ganztägige Trainingsseminartage unmittelbar vor der Ausstellungseröffnung im Februar 2018 geplant.

Mehr zu einer ersten Infoveranstaltung für “Peer Guides“.
Mehr zu einem ersten Treffen der “Peer Guides“.
Mehr zum ersten Vorbereitungstreffen der “Peer Guides“ im Dezember 2017 in Stift Keppel.

Schirmherren: Anne Frank steht für Mut, Zuverischt, Toleranz und Respekt

Die Schirmherren – Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Steffen Mues - möchten Schulklassen, aber auch interessierte Einzelpersonen einladen, sich die Ausstellung anzuschauen.

„Der Name Anne Frank steht für Mut und Zuversicht in hoffnungslosen Zeiten. Ihr Tagebuch ist manchmal frech und schonungslos, aber immer mit großer sprachlicher wie emotionaler Kraft“, unterstreicht Steffen Mues: „Sie schreibt über ihre Träume, ihre Wünsche, ihre Ängste und ihre Sehnsüchte. Sie greift Fragen auf, die viele Jugendliche auch heute umtreiben: Wen und wie soll ich lieben? Wie verhalte ich mich gegenüber meiner Familie? Was passiert in der Welt draußen und wie werde ich einmal Teil dieser Welt sein?“

Auch Landrat Andreas Müller verweist auf die zeitlosen Themen, die Anne Frank in ihrem Tagebuch anspricht: „Die Beschäftigung mit Anne Frank regt an, über Begriffe wie Toleranz, gegenseitigen Respekt, Menschenrechte und Demokratie nachzudenken. Die Ausstellung kann bewusst machen, dass eine Gesellschaft, in der die Unterschiede zwischen Menschen respektiert werden, nicht von allein entsteht. Wir würden uns freuen, wenn die Besucher der Ausstellung angeregt und ermutigt werden, für Frieden, Gerechtigkeit, Toleranz und Menschenwürde einzutreten und sich gegen Diskriminierung, Rassismus sowie politischen und religiösen Extremismus zu wenden.“

Weitere Links

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Matthias Hein (Regionales Bildungsbüro Siegen-Wittgenstein): E-Mail: m.hein@siegen-wittgenstein.de, Telefon: 0271 333-1471.

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