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Vortrag der Autorin Birgit Lambers:
Wenn die Eltern alt werden – Kümmern ohne krank zu werden

18.07.2017

Eines Tages ist es soweit: Die eigenen Eltern können ihr Leben nicht mehr alleine meistern, und die Kinder sind plötzlich in der Pflicht. Anfänglich ist die Unterstützung der alten Eltern selbstverständlich. Doch mit der Zeit wird sie für viele zur physischen und emotionalen Überforderung.

Diese Lebenssituation hat die Sozialpädagogin und Psychotherapeutin Birgit Lambers zum Thema ihres Buches „Wenn die Eltern alt sind – Wie wir ihnen helfen können, ohne uns selbst zu überfordern“ gemacht. Martina Böttcher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein, hat die Autorin jetzt zu einem Vortrag nach Siegen eingeladen. Dieser findet am Donnerstag, 31. August 2017, von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr im Kulturhaus Lÿz statt.

Rollentausch: Aus "Umsorgten" werden "Versorger"

Die eigenen Eltern alt werden zu sehen ist nicht leicht, denn völlig unerwartet drehen sich über Jahrzehnte eingeschliffene Rollen um: Die Eltern werden zu Kindern, die die Betreuung ihrer Kinder benötigen. Die Kinder finden sich ohne Vorwarnung in der Elternrolle wieder. Viele können es nicht glauben, wenn sie sich sagen hören: „Mama zieh dir etwas Wärmeres an, es ist kalt draußen“. Sie kommen sich anmaßend vor, den alten Vater darauf hinzuweisen, dass die Sauberkeit seiner Wohnung zu wünschen übrig lässt und er sich mit seiner Sehschwäche besser nicht mehr hinters Steuer setzen sollte. Sie sind genervt, wenn die schwerhörige Mutter das Hörgerät nicht benutzt und Hilfsangebote wie Essen auf Rädern oder eine Putzhilfe kategorisch ablehnt.

Wie "Generationenvertrag" erfüllen?

Erwachsene Kinder empfinden ein Chaos aus widersprüchlichen Gefühlen, wenn sie versuchen, den „Generationenvertrag“ zu erfüllen und nicht wissen wie. Birgit Lambers bietet Entlastung, indem sie zeigt, dass diese Situation kein Einzelschicksal ist. Vielmehr versucht eine ganze Generation, ein gesellschaftliches Problem zu lösen. Sie benennt die klassischen Reibungspunkte: das schlechte Gewissen, Suche nach später Anerkennung, schwierige Eltern-Kind-Beziehungen und Geschwisterrivalitäten. Anhand zahlreicher Beispiele macht sie deutlich, wie sich auch die Eltern in dieser Situation fühlen, und ermöglicht es mit diesem Verständnis, für sich selbst Lösungen zu finden.

In dem Vortrag erfahren die Besucher, warum die heutigen „Mid-Ager“ ein Problem haben, das keine vorherige Generation in diesem Ausmaß bewältigen musste und wie sie aus der Emotionsspirale aussteigen können.

Bitte um Anmeldung

Die Teilnahme an der Vortragsveranstaltung ist kostenlos. Martina Böttcher bittet zur besseren Planung um eine Anmeldung bis spätestens 29. August (E-Mail: m.boettcher@siegen-wittgenstein.de, Telefon: 0271 333-2212.).

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