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„Wir wollten nie etwas anderes machen“
Der zertifizierte Biohof Ohrndorf hat einen großen Kundenstamm im Siegerland

„Wir brauchen gar keinen Hofladen mit irgendwelchen Öffnungszeiten. Wir haben eine Haustür“, scherzt Elke Ohrndorf. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Frank versorgt die Direktvermarkterin aus Freudenberg-Bühl täglich zahlreiche Kunden mit frischen Lebensmitteln – auf unterschiedlichsten Wegen.

So liefert der als Biobetrieb zertifizierte Hof Ohrndorf eine seiner Spezialitäten bereits seit 2008 an mehrere große Läden im Siegerland: das Freudenberger Bio-Ei. Mit den Jahren, so erklären die passionierten Landwirte, sei das Interesse immer größer geworden. Auch die Suppenhühner aus eigener Schlachtung haben längst mehrere Abnehmergeschäfte gefunden.

Aber genauso wichtig ist den beiden Betreibern der direkte Kontakt zu den Abnehmern vor Ort. An jedem Wochentag können Kunden zu dem idyllisch gelegenen Hof kommen und sich mit diversen Produkten eindecken. Besonders stolz ist die Familie auf die rasante Entwicklung, die der Hof im Verlauf der letzten Jahre genommen hat.

Angefangen hat alles schon Ende der 1990er-Jahre. Damals wohnte das Ehepaar noch im Stadtteil Niederholzklau und kaufte dort einen kleinen Hof. „Wir haben mit Kartoffeln, 45 Hühnern und zwei bis drei Kühen begonnen“, erinnert sich Elke Ohrndorf. Zudem habe sie später noch ihrer Schwägerin dabei geholfen, den elterlichen Hof in Bühl zu führen.

Für Frank Ohrndorf war dies eine besonders stressige Zeit. Schließlich war er damals noch hauptberuflich als landwirtschaftlicher Betriebshelfer im Einsatz. Dennoch ging diese Mehrfachbelastung für ihn noch über einen langen Zeitraum weiter. Im Jahr 2004 übernahmen Elke und Frank Ohrndorf dann den Hof in Bühl und leiteten dort eine Umstrukturierung ein.

Nach der Umstellung von Milch- auf Ammenkühe gingen die Arbeiten in hohem Tempo weiter. Mit erheblichem Aufwand baute die Familie den ersten größeren mobilen Stall für insgesamt 1000 Hühner, wenig später gar einen weiteren. Auch einen Masthähnchenstall und ein Schlachthaus haben die Landwirte in Eigenleistung installiert. Aktuell stehen schon wieder die nächsten Maßnahmen auf der Agenda, wie Frank Ohrndorf verrät: „Hier gibt es jederzeit was zu tun. Wir sind immer darauf aus, so tiergerecht wie möglich zu bauen.“

Bei allen Arbeiten stehen stets die Normen und Richtlinien eines Biohofes im Vordergrund – von der Gestaltung der Sitzstangen für die Hühner über die festgelegten Auslaufmöglichkeiten der Tiere bis hin zum gänzlichen Verzicht auf den Einsatz von Spritzmitteln.

Mittlerweile ist der Biohof Ohrndorf einer der letzten Vollerwerbsbetriebe im Stadtgebiet Freudenbergs. Zwar ist der Aufwand, den das Ehepaar für die Bewirtschaftung des Hofes leistet, enorm – für einen gemeinsamen Urlaub hat es seit fast 20 Jahren nicht mehr gereicht. Dennoch erfreuen sich beide jeden Tag an der Arbeit. „Wir haben nie etwas anderes gemacht und wollen das auch gar nicht“, sagt Frank Ohrndorf zufrieden.

Diese Begeisterung haben seine Ehefrau und er auch längst an die nächste Generation weitergegeben. Sohn Manuel unterstützt seine Eltern bei allen Aufgaben tatkräftig. Seine Schwester Anna beginnt noch in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Landwirtin. Um die Zukunft des Biohofs Ohrndorf muss sich daher niemand sorgen. Die zahlreichen Kunden wird es freuen.

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