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Bedrohte Tierrassen im Fokus
Achim Six und seine Familie betreiben den Litzelhof in Benfe

Es war ursprünglich ein sehr kleiner landwirtschaftlicher Betrieb, den Richard Six 1948 zur reinen Selbstversorgung in Benfe gegründet hat. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich der Hof stetig vergrößert. Mittlerweile führt Achim Six den Litzelhof in dritter Generation. Aus dem Nebenerwerb ist längst mehr geworden. Die Familie lebt von ihrer Arbeit auf dem Hof.

Rund 30 Hektar bewirtschaftet der Betrieb in dem beschaulichen Erndtebrücker Ortsteil. „Eigentlich eher klein für einen Haupterwerb“, meint der gelernte Forstwirtschaftsmeister, der den Hof gemeinsam mit seiner Ehefrau Sandra führt. Der Litzelhof ist heute der einzige Vollerwerbsbetrieb in Benfe. Trotz seiner geringen Größe hat er eine Menge zu bieten. „Mein Großvater hat hier damals drei Kühe gemolken und zwei Schweine gehalten. Das war alles“, unterstreicht Achim Six.

Er hat den Betrieb Stück für Stück ausgeweitet und dabei vor allem einen Aspekt ganz besonders in den Mittelpunkt gerückt: die Zucht und Haltung bedrohter Tierrassen. Auf dem Litzelhof werden sowohl das Bentheimer Landschwein als auch die Moorschnucke und das rote Höhenvieh gehalten. Insgesamt versorgt das Ehepaar Six jedes Jahr rund 15 Mutterschafe, ebenso viele Mutterkühe samt Nachzucht, 15 Mastrinder sowie drei Sauen und 20 Mastschweine.

Der Litzelhof vertreibt verschiedene Fleisch- und Wurstwaren. Unter anderem stehen Rind- und Schweinefleisch in Paketen ab 10 Kilogramm auf der Verkaufsliste. Auch Hausmacherwurstwaren wie Leber- und Blutwurst gehören dazu. Der Betrieb des Hofes erfordert täglich jede Menge Arbeit. Aber für Achim Six ist die Liebe zur Landwirtschaft ein fester Bestandteil des Lebens, den er auf keinen Fall missen möchte.

Um seinen Hof noch professioneller leiten zu können, hat er sich in den vergangenen Jahren noch einmal fortgebildet. Der gelernte Forstwirtschaftsmeister hat an einer zeit- und lernintensiven Qualifikationsmaßnahme teilgenommen und sich zum Landwirtschaftsmeister qualifiziert – eine anstrengende Zeit, die der ganzen Familie ein hohes Maß an Flexibilität abverlangte. Während der Familienvater zwei komplette Halbjahre lang Kurse in einer Winterschule am Starnberger See besuchen musste, leitete seine Frau gemeinsam mit den drei Söhnen die Geschicke auf dem heimischen Hof.

„Das war natürlich alles nicht so einfach“, erinnert sich Achim Six. Dennoch habe sich die Weiterqualifizierung gelohnt. Auch auf dem Hof selbst steht in den nächsten Monaten eine Veränderung bevor. Der Plan sieht vor, eine kleine Hofmetzgerei zu eröffnen, um den Kunden noch besseren Service anbieten zu können.

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