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Zukunftspreisträger 2015 (2. Platz):
Jugendliche engagieren sich für Flüchtlinge im Rahmen eines Schulsozialprojektes (Gymnasium Wilnsdorf, Flüchtlingsarbeit der Ev. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf)

Einmal im Monat fährt eine kleine Gruppe von Schülern des Gymnasiums Wilnsdorf in die Erstaufnahmeeinrichtung in Burbach, um dort mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen einen Spielnachmittag durchzuführen. Und der kommt richtig gut an: „Sie wollten uns überhaupt nicht mehr gehen lassen“, erzählt eine der beteiligten Oberstufenschülerinnen begeistert! Die Schülerteams sind immer anders zusammengesetzt. Jeweils vier bis sechs bereiten den Spielenachmittag vor, besprechen ihn mit einer Lehrerin und führen ihn dann auch durch. Die Gruppen wechseln monatlich.

Von diesen Nachmittagen profitieren beide Seiten, Flüchtlinge wie Schüler, sagt die Oberstufenschülerin: „Die Kinder und Jugendlichen können sich ablenken und eine Zeit lang glücklich sein.“ Gleichzeitig empfindet sie die Begegnung mit den Flüchtlingen auch für sich persönlich als eine Bereicherung, weil man so „eine andere Welt kennenlernt“.

Die Spielenachmittage sind Teil einer Initiative, die im Rahmen der Projekttage zum 25-jährigen Bestehen des Gymnasiums Wilnsdorf stattfanden. Die beteiligten Schüler recherchierten aktuelle Informationen zu Herkunftsländern, Fluchtgründen und rechtlichen Grundlagen des Asyls in Deutschland. Sie luden Geflüchtete in ihre Schule ein und konnten so in persönlichen Gesprächen Flüchtlingsschicksale aus erster Hand kennenlernen. Ein Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Burbach war ebenso Bestandteil des Projektes wie die Organisation einer Kleiderspende und die Mithilfe bei der Sortierung der Spenden. Nach den Projekttagen waren sich die Beteiligten einig: Die Initiative muss fortgeführt werden!

Die Spielenachmittage sind ein Baustein des Projektes. Ein weiterer ist eine Hausaufgabenbetreuung mit Sprachförderung für geflüchtete Schüler. Beides findet immer montags in der Ganztagsgrundschule in Wilnsdorf statt.

Das dritte Standbein der Initiative ist die finanziellen Unterstützung und die Mitarbeit im „Wilnsdorfer Laden“. Bei dem Geschäft handelt es sich um eine Einrichtung des Ökumenischen Netzwerks Wilnsdorf und der Tafel – nach dem Motto: „Lebensmittel, Kleidung und mehr“. Seit dem 12. November 2015 werden dort Lebensmittel an Bedürftige wie Arbeitslose, Sozialleistungsempfänger, Asylsuchende und Menschen, die sich in ähnlichen sozialen Umständen befinden, abgegeben. Der kostengünstige Verkauf von Kleidung und die Möglichkeit zu Gesprächen sind weitere Anliegen der Initiatoren. Zur Finanzierung der Inneneinrichtung des Ladens spendete das Gymnasium Wilnsdorf 2.400 Euro aus dem Erlös eines Sponsorenlaufes während der Jubiläumstage, an dem Schüler, Eltern und Lehrkräfte mitgewirkt haben.

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