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Herausforderungen der Initiative "Gesund in Siegen-Wittgenstein"

Die klassische Frage der Daseinsvorsorge hat sich längst mit weitergehenden und fachübergreifenden Herausforderungen gepaart. Zu nennen sind die Fachkräfteversorgung oder die zukunftsfähige Gestaltung weicher Standortfaktoren und deren zunehmende Bedeutung als
  • Ansiedlungskriterium für Fachkräfte (z.B. Medizinstipendium)
  • Indikator für die allgemeine Lebensqualität, insbesondere für Familien und Senioren
  • Argument im Standortmarketing für die Region Siegen-Wittgenstein und Südwestfalen.

Wie bei allen fachübergreifenden Programmen und Maßnahmen gilt deshalb auch hier: Wir brauchen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung einen regionalen Konsens aller beteiligten Akteure, um erfolgreich zu sein. Ziel muss es sein, alle Erfahrungen und Kenntnisse, über die wir in unserer Region verfügen, einzubinden. Außerdem müssen Fragen, mit denen wir uns in der Vergangenheit punktuell und isoliert befasst haben, neu im Zusammenhang mit fachübergreifenden Fragen betrachtet werden.

Im Rahmen der Initiative „Gesund in Siegen-Wittgenstein“ hat der Kreis Siegen-Wittgenstein einen umfassenden Prozess zur systematischen Entwicklung von Zielen und Maßnahmen in Zusammenhang mit allen Fragen zu diesem Thema angestoßen.

Eine erste Bestandsaufnahme wurden bereits vorgenommen. Diese soll anschließend veröffentlicht werden, beispielsweise in einer Art „Gesundheitsatlas“. Parallel dazu wurden regionale Stärken und Schwächen sowie Handlungsbedarfe identifiziert. Einige Handlungsbedarfe sind augenscheinlich, andere stehen derzeit noch nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Auch sie müssen in ein systematisches Handlungskonzept aufgenommen werden.

Die grundsätzlichen Ziele sind klar: Eine Gesundheitsversorgung, so wohnortnah wie möglich, soll auch in den kommenden Jahren auf qualitativ hohem Niveau erhalten werden. Die Rahmenbedingungen werden schwieriger. Der zunehmende Kostendruck stellt Krankenhäuser und andere Einrichtungen betriebswirtschaftlich vor hohe Herausforderungen.

  • Es wird kein Weg vorbeiführen an einer intelligenten und noch engeren Kooperation zwischen den Krankenhausträgern. Die grundsätzliche Bereitschaft hierzu besteht. Kosten insgesamt müssen gesenkt werden, ohne dass die Qualität in der Versorgung hierunter leidet. Im Gegenteil soll die Qualität durch Synergien sogar noch weiter verbessert werden.
  • Es muss verstärkt über die Bündelung von Angeboten, etwa durch Gemeinschaftspraxen und medizinische Versorgungszentren, gesprochen werden. Viele Ärzte schreckt die gerade im ländlichen Raum verlangte Flexibilität ab (Beispiel: „rund-um-die-Uhr-Einsätze“).
  • Die Kinderklinik muss dauerhaft in ihrem Bestand gesichert werden.
  • Wir brauchen ein Maßnahmenpaket zur Mobilität: Wie kommen Patienten, insbesondere ältere, zu ihren Haus- und Fachärzten? Das betrifft nicht nur die Kommunen in Wittgenstein, sondern auch andere ländliche Städte und Gemeinden.
  • Wir brauchen ein Maßnahmenpaket zur Fachkräftegewinnung und -bindung. Das Regionalmarketing Südwestfalen wird hierbei sicher eine Rolle spielen. Die Lebensqualität bei uns muss stärker an potentielle Fachkräfte herangetragen werden.
  • Angesichts des zunehmenden Anteils weiblicher Fachkräfte im Gesundheitsbereich müssen zielgerichtet Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterentwickelt werden.
  • Es wird notwendig sein, Fachpersonal schon in der Ausbildung an die Region zu binden (Stipendien).
  • Auch in der Aus- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen müssen Träger vielleicht enger miteinander kooperieren, als dies heute der Fall ist.
  • Enge Beziehungen (Lebenspartner, Familie) sind wichtige „Klebeeffekte“. Auch das Umfeld von Fachkräften, die sich mit dem Gedanken einer Abwanderung tragen, muss daher berücksichtigt werden.

Es gibt bereits gute Initiativen, an die man anknüpfen kann, zum Beispiel den Weiterbildungsverbund Siegerland (Dr. Klock) und die Gesundheitsregion Siegerland (Dr. Mansfeld). Wichtig ist, dass in diesem Prozess die Städte und Gemeinden dauerhaft eingebunden werden, denn die Bedarfe entstehen vor Ort.

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