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Kreis sucht Gasteltern für junge unbegleitete Flüchtlinge
Landrat Andreas Müller: „Jungen Menschen ein Umfeld geben, in dem sie ihre Erlebnisse verarbeiten und eine neue Perspektive entwickeln können“

18.09.2015

Update 10.11.2015

Am Montag, 9. November 2015, fand ein Infoabend für Familien, Paare und Einzelpersonen statt, die sich vorstellen können, einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aufzunehmen. Über 350 Interessierte waren dazu in die voll besetzte Aula des Kulturhauses Lÿz gekommen.

Informationsmaterial: Gasteltern für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge (PDF, 3,3 MB)

 

Ursprüngliche Meldung

Der Kreis Siegen-Wittgenstein sucht Familien, Paare oder Einzelpersonen, die bereit sind, junge Flüchtlinge aufzunehmen, die ohne Eltern oder andere Verwandte nach Deutschland gekommen sind. „Um diesen Kindern bei uns einen möglichst guten Start zu ermöglichen, wäre es optimal, wenn sie in einem alltäglichen familiären Umfeld leben könnten“, unterstreicht Landrat Andreas Müller.

Die Zahl von minderjährigen Flüchtlingen, die unbegleitet nach Deutschland kommen, nimmt zu. Die Gründe, warum Kinder alleine auf der Flucht waren, sind vielfältig. Manche wurden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt, bei anderen sind Vater und Mutter bereits im Herkunftsland verstorben. Manchmal haben Eltern ein Kind auch alleine auf die Flucht geschickt, um zumindest ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. In Einzelfällen sind die Kinder aber auch misshandelt oder missbraucht worden und sind deshalb vor ihren Eltern und aus ihrem Land geflohen.

„Unabhängig davon, was letztlich passiert ist, brauchen diese jungen Menschen jetzt ein Umfeld, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen, ihre Erlebnisse verarbeiten und eine neue Perspektive für ihr Leben entwickeln können“, betont der Landrat: „Wir möchten den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gerne eine solche Perspektive bieten, die gleichzeitig mit der bestmöglichen Integration in unsere Gesellschaft verbunden sein soll“.

Viele der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge befinden sich im Teenageralter. Sie sind oft hoch motiviert, wollen einen guten Schulabschluss oder eine Berufsausbildungen machen, so die Erfahrung des Fachservices „Jugend und Familie“ des Kreises Siegen-Wittgenstein.

„Es gab bereits mehrere Anrufe von Interessenten bei uns, die gefragt haben, was man tun müsse, um einen minderjährigen Flüchtling aufzunehmen“, berichtet der Familien- und Jugenddezernent des Kreises, Henning Setzer: „Über diese überwältigende Hilfsbereitschaft freuen wir uns natürlich sehr und möchten sie auch für die Kinder und Jugendlichen nutzen.“

Einen jungen unbegleiteten Flüchtling aufzunehmen, ist grundsätzlich nicht kompliziert. Dennoch sollten mögliche Gastfamilien vor der endgültigen Entscheidung grundlegende Informationen erhalten. Angefangen bei möglichen Förderungsmöglichkeiten für die minderjährigen Flüchtlinge über die formalen Voraussetzungen bis hin zur finanziellen Entschädigung für diejenigen, die einen solchen Flüchtling aufnehmen. Derzeit erarbeitet der Fachservice „Jugend und Familie“ ein entsprechendes Konzept und bereitet eine Informationsveranstaltung vor.

Diese wird am Montag, 9. November 2015, um 18:00 Uhr in der Aula des Kulturhauses Lÿz stattfinden. Dort werden die wesentlichen rechtlichen und praktischen Fragen besprochen. Jeder, der sich grundsätzlich vorstellen kann, einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aufzunehmen, ist herzlich dazu eingeladen. Die Teilnahme ist unverbindlich. „Danach können sich die Interessenten dann in aller Ruhe entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen sie einem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling für einen gewissen Zeitraum bei sich ein Zuhause geben möchten“, so Landrat Andreas Müller.

Und wer sich für die Aufnahme entscheidet, darf auch danach mit Unterstützung des Fachservices „Jugend und Familie“ des Kreises rechnen. „Hilfe bei auftretenden Beratungs- und Unterstützungsbedarfen stellen wir natürlich sicher“, so Henning Setzer.

Wer schon jetzt Rückfragen zur Aufnahme von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen hat, kann sich an Jennifer Schulze von der Kreisverwaltung wenden, Telefon: 0271 333-1343.

 

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