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Halbzeitbilanz: Erstaufnahmeeinrichtung neuen Typs

 
 

Der Landrat ging zunächst auf ein Thema ein, mit dem er sich bereits kurz nach Amtsantritt konfrontiert sah: Wie gehen wir in Siegen-Wittgenstein mit der enorm großen Zahl von Menschen um, die bei uns Zuflucht suchen? Die größten Probleme am Anfang: Die Unterbringung der Flüchtlinge, aber auch der enorme Zeitverlust bei der Registrierung und der Stellung der Asylanträge. Dazu mussten die Geflüchteten nämlich von der Unterkunft mehrfach quer durchs Land gefahren werden.

„Deshalb habe ich Land und Bund vorgeschlagen, bei uns ein Modellprojekt zu starten: eine Erstaufnahmeeinrichtung neuen Typs. Nämlich an einem Ort Unterkunft, Registrierung und Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge“, so Müller: „Ich weiß noch: Damals ist mir im Kreistag von einigen große Skepsis entgegenschlagen: das kriegt der nie hin. Wir haben es hinbekommen! Und wir haben eine Lösung entwickelt, die bis heute Vorbildcharakter hat und z.B. quasi als Blaupause für die Landesaufnahmeeinrichtung in Bochum dient, in der das Verfahren jetzt konzentriert worden ist.“

Dank an ehrenamtlich Aktive

Müller dankte zugleich den vielen ehrenamtlich Aktiven, die sich bis heute für die Geflüchteten und Zugewanderten einsetzen. Nur die Fragestellungen haben sich im Laufe der Zeit verändert: „Heute geht es in erster Linie um Integration: eine Mammutaufgabe, eine Herausforderung für Generationen. Auch dabei ist das ehrenamtliche Engagement absolut unverzichtbar“, unterstreicht der Landrat.

Initiative Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein

Er verwies auch auf die „Initiative Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein“, die er damals mit elf weiteren Initiatoren ins Leben gerufen hat. Ziel der Initiative war und ist es, das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Siegen-Wittgenstein zu fördern und die Diskussion über die Menschen, die zu uns gekommen sind, zu versachlichen. Im Moment bringt die Initiative ein Schulprojekt auf den Weg – ein Nachfolgestück zu „Fahr Deinen Film“, das Mohamed El-Chartouni im Apollo-Theater auf die Bühne gebracht hat. Ziel des Schulprojektes sei es, schon bei jungen Leuten Vorurteile abzubauen und sie zu motivieren, aufeinander zuzugehen – egal welche Hautfarbe oder Religion sie haben.

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