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Lÿz live und in Farbe:
Spielzeit 2017/2018 betont kontrastreich

04.09.2017

„Unbeschwert“, „scharfsinnig“ und „aufgeweckt“ sind nur einige Attribute, die dem Fotomodell des aktuellen Lÿz Programmheft-Covers in der Online-Enzyklopädie Wikipedia zugeschrieben werden; eine Titelseiten-Schönheit also, die neben dem obligatorischen guten Aussehen auch die erforderlichen Charaktereigenschaften mitbringt, um maßgebliche Inhalte der kommenden Lÿz-Saison glaubhaft zu verkörpern. Statt „Star-Schnitt zum Ausklappen“ setzt das Programmheft des Kulturhauses vor allem auf innere Werte und sorgt mit frischen Farben für Durchblick bei vielfältigen Kabarett-, Literatur-, Theater- und Jazzterminen zwischen September und April.

Saison-Vorbereitungen auf Hochtouren

Während mit dem druckfrischen Heft die neue Saison bereits zum Greifen nah erscheint, läuft auch hinter den Kulissen der Countdown - ob Fernsehanschlüsse für das Stage-Management und die „Bundesliga-Klausel“ in der Bühnenanweisung, neue Schminkspiegel in den Garderoben, die Synchronisation der Funkfrequenzen oder ein gemütliches Kissen im Backstage-Bereich: Mit Hochdruck renoviert, verkabelt oder dekoriert das Lÿz-Veranstaltungsteam, bevor in den kommenden sieben Monaten rund 150 Veranstaltungen über die Bühnen gehen.

Zur Beruhigung dieses alljährlichen Saisonstart-Lampenfiebers hilft es deshalb, dass gleich zu Beginn ein guter Bekannter und bekennender Freund des Kulturhauses auf der Bühne steht. Dieter Nuhr (27.9.) widmet sich mit der Lesung seiner Vorpremiere von „Nuhr hier, nur heute“ Ideologen, Populisten und selbsternannten Heilspredigern und zeigt, dass es ein Leben vor dem Tod gibt. Das große Ganze bzw. der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ist dann Thema eines weiteren Wortakrobaten: Florian Schroeder (14.10.) fragt in „Ausnahmezustand“ Wie kommt das Böse in die Welt? Und wie kriegen wir es wieder raus? Dabei ist selbstverständlich alles erlaubt – politisch, philosophisch, anarchisch zeigt er den Teufel im Detail und beweist, dass Kabarett erst wirklich gut ist, wenn es richtig böse wird.

Von „Ausnahmezustand“ bis „Stand-up-Tragedy“

Darüber hinaus markieren weitere preisgekrönte Kabarettisten wie Wilfried Schmickler (9.12.), Konrad Beikircher (12.1.), Christoph Sieber (9.3.) und Mathias Tretter (17.3.) die Höhepunkte der Saison und bereiten den Weg für die, die in den nächsten Jahren noch den Gipfel der Wortkunst erklimmen. Wie für Alain Frei (27.1.) etwa, der beweist, dass auch Schweizer nicht immer neutral sind. Oder für Nico Semsrott (23.2.), der (bisher) als einziger Vertreter der Stand-up-Tragedy gilt und mit einer ständig aktualisierten Fassung von „Freude ist nur ein Mangel an Information“ sowie ausgeprägtem Hang zu Power Point-Präsentationen bereits bei seiner Programm-Version 3.0 angekommen ist.

Leckerbissen für Wortliebhaber

Daneben kommt natürlich auch die Literatur im Lÿz nicht zu kurz. Max Goldt (29.9.), „Start-Literat“ der aktuellen Saison, ist ein feinsinniger Wortliebhaber und ausgewiesener Lieblingsgast der LÿzLit-Reihe. Goldt gastierte zuletzt 2013 in der St. Johann Straße, und als die Programmmacher hörten, dass eine Sammlung seiner schönsten Texte in die Buchhandlungen kommen würde, war der Lÿz-Abend „Max Goldt liest“ - unter anderem aus „Lippen abwischen und lächeln“ - eigentlich selbstverständlich. Goldt beweist darin erneut seine literarische Stilistik, Gedankentiefe und Komik und die Besucher verstehen schnell, warum er „…gelesen, gerühmt und ausgezeichnet gehört“ (Daniel Kehlmann). Mit Tim Bergmann (15.10.) steht dann einer der beliebtesten deutschen Theater-, Film- und Fernsehschauspieler auf der Bühne des Siegener Kulturhauses. In der Taunuskrimi-Serie des ZDF nach Büchern von Nele Neuhaus spielt er die Hauptfigur Oliver von Bodenstein, für seine Rollen in „Das unsichtbare Mädchen“ und „Echte Kerle“ heimste er Nominierungen für die Goldene Kamera und den Deutschen Filmpreis ein. Im Lÿz liest er nun aus „Im Wald“, dem neuesten Band der Bestseller-Autorin Nele Neuhaus, und lässt dabei nicht nur von Bodenstein, sondern auch die übrigen Figuren des Neuhaus’schen Krimikosmos lebendig werden.

Frank Goosen (10.11.), Jan Weiler (30.11.), „Die schönsten Geschichten internationaler Fußballstars“ mit Ben Redelings (19.1.), der erfolgreichste deutsche Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein (25.2.) und King Rocko Schamoni (18.3.) runden das literarische Lÿz-Paket schließlich ab.

„Movin‘ on“ statt „Rock’n’Roll Gypsy“

Dass das Lÿz aber nicht nur ‚Wort‘ kann, sondern auch klare musikalische Kante(n) zeigt, beweisen in diesem Jahr wieder die hochkarätigen Konzerte des Jazz Clubs Oase genauso wie ein Singer-/Songwriter-Abend mit ‚Rock’n’Roll-Gypsy‘ Helen Schneider (7.10.): Weit entfernt von ihren wilden Jahren packte sie bereits in ihrem letzten Album „Collective Memory“ (September 2015) ihre Lebenserfahrungen in 12 Songs. Mit dem aktuellen Longplayer „Movin’On“ geht sie diesen Weg weiter und lädt dazu ein, dem Soundtrack des Lebens live im Lÿz nachzuspüren. Doch auch ein großes Demon’s Eye-Doppelkonzert (16.2/17.2.) zum 20. Band-Geburtstag sorgt garantiert für Furore: So wird der ehemalige Rainbow-Sänger Doogie White erstmals seit zwei Jahren wieder ein Demon’s Eye-Gastspiel geben. Außerdem hat Schlagzeuger und Bandgründer Andree Schneider die Mitglieder der allerersten Bandbesetzung eingeladen, für einige Songs die Bühne zu entern, sodass immerhin 4/5 der Ur-Formation noch einmal live zu erleben sind.

Feste Größe: Studententheater

Ein weiterer Anteil des Programmvolumens ist längst den Kinderschuhen entwachsen, findet aber auf Grund der Genrebezeichnung spätestens mit dem Examen ein Wachstumsende: Studentische Theaterproduktionen sind mit einem großen Anteil des regionalen Programmvolumens für rund 12 Termine der Saison 2017/2018 verantwortlich. Mit frischen Produktionsideen und oft minimalen Mitteln kleiden sie moderne Themen genauso wie klassische Stoffe in neue Gewänder und bringen sie im altehrwürdigen Lÿz-Gemäuer auf die Bühne. So spielt allein die Gruppe Drama statt Siegen fünf Mal en suite, die Neue Studiobühne hat ihr Pensum auf vier Veranstaltungen erhöht und auch das Projekt Theater ist mit drei Theaterabenden wieder dabei.

Regionale Dauerbrenner

Mit viel Engagement sorgen darüber hinaus weitere regionale Künstler für ein volles Kleinkunsthaus. Außer dem monatlichen Dauerbrenner LÿzMix-Varieté, dem neuen Programm von Weigand & Genähr oder Daubs Melanie und der 14. Ausgabe der Siegener Christmas Comedy, wartet auch die Siegen Kabarett Night mit einem namenhaften Line-up auf.

Neben den Ideen-, Finanz- und Organisationskapazitäten des Kreises Siegen-Wittgenstein ermöglichen Sponsoren viele kreative Freiräume auf und um die beiden Bühnen. Die Sparkasse Siegen, Förderer der ersten Stunde, und innogy, seit vergangenem Jahr Sponsorpartner im Lÿz, schaffen Rahmenbedingungen, die dafür sorgen, dass dieses Programmheft für jeden etwas bietet! Der Spielzeitplan leistet dabei die optimale Hilfestellung zur richtigen Buchung und liegt ab sofort in den Zweigstellen der Sparkasse Siegen sowie in Gaststätten, Geschäften und öffentlichen Gebäuden aus oder kann kostenlos beim Kultur!Büro. des Kreises Siegen-Wittgenstein angefordert werden.

Karten gibt es ab Montag, 4. September, beim Kultur!Büro. des Kreises Siegen-Wittgenstein, St.-Johann-Str. 18 in Siegen, unter Tel. 0271/333-2448 und auf www.Lyz.de.

Kontakt

St.-Johann-Straße 18
57074 Siegen
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Telefon: 0271 333-2449
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