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Entstehung der "Initiative Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein"

 
 

„In Siegen-Wittgenstein leben schon seit langer Zeit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion friedlich zusammen. Dennoch ist aktuell die Aufnahme und Integration der vielen Flüchtlinge eine enorme Herausforderung, der sich die Region jetzt stellen muss“, so Landrat Andreas Müller: „Viele Bürger wollen den Flüchtlingen helfen, sich positiv einbringen und sehen die Aufnahme der Zuwanderer und ihre Eingliederung in unsere Gesellschaft als Chance. Aber längst nicht alle – viele Bürger sind leider auch sehr verunsichert“, erläutert der Landrat.

Vor diesem Hintergrund hat Andreas Müller jetzt einen Kreis von Personen initiiert, der gemeinsam dazu aufruft, „die Flüchtlings- und Einwanderungsdebatte sachlich und lösungsorientiert zu führen, statt öffentlich Vorurteile zu schüren oder taktische Interessen zu verfolgen.“ Zudem tritt der Initiatorenkreis dafür ein, „menschenfeindlichen Äußerungen und Handlungen entschieden entgegenzutreten“.

Ihre gemeinsamen Überzeugen haben die Initiatoren in einem Leitpapier zusammengefasst. Ziel der Initiative ist es nicht nur, deutlich Position zu beziehen, sondern auch konkrete Maßnahmen und Projekte anzustoßen, die Vielfalt und Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern.

Die Initiatoren wollen einem Auseinanderdriften der Gesellschaft entgegenwirken: „Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen stehen sich zunehmend sprachlos gegenüber und der Dialog scheint abzubrechen. Wir möchten mit der ‚Initiative Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein‘ diesem wichtigen Dialog einen neuen Anstoß geben und sind uns bewusst, dass das eine Marathonaufgabe ist“, so der Landrat. Er betont, dass es nicht um Effekthascherei oder eine Einmal-Aktion geht, sondern um eine werteorientierte Haltung, einen offenen Diskurs und die Frage, welchen Beitrag jeder konkret leisten kann.

„Hier bei uns im Kreis gibt es schon lange viele engagierte Bürger, die sich einbringen und die Flüchtlinge auf ihren ersten Wegen in einer für sie fremden Welt unterstützen. Menschen, die die Flüchtlinge mit offenen Herzen und voller Mitgefühl aufnehmen. Hierfür möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!“, betont Andreas Müller: „Nur gemeinsam können wir eine gute und gelingende Integration der Menschen erreichen, die vor Krieg, Terror, Angst, Leid und Hunger zu uns geflohen sind. Und dafür steht auch unsere gemeinsame Initiative.“

Ziel der Initiative ist es, die Würde jedes einzelnen Menschen zu schützen und sich mit vereinten Kräften für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Siegen-Wittgenstein zu engagieren – so steht es im gemeinsamen Leitpapier der Initiatoren.

Mit der Veröffentlichung des Leitpapieres ruft der Initiatorenkreis zugleich dazu auf, ebenfalls für Vielfalt und Zusammenhalt in Siegen-Wittgenstein einzustehen. Politik und Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Organisationen der Wohlfahrtspflege, Verbände und Vereine sind dazu eingeladen, sich mit ihren Ideen, Projekten und Maßnahmen einzubringen. Ende Mai soll dann ein erstes Treffen aller Akteure stattfinden, die sich der Initiative anschließen wollen und einen konkreten Beitrag leisten möchten oder dies bereits tun.

„Wir sind überzeugt, dass wir die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, gemeinsam bewältigen können“, so die Initiatoren. „Die bisher ungebrochene Hilfsbereitschaft zeugt davon, dass Solidarität und Mitmenschlichkeit zu den prägenden Werten unserer Gesellschaft gehören. Je mehr Menschen sich mit ihren Erfahrungen und Talenten einbringen, desto größer ist die Chance, dass auch künftige Generationen bei uns in Frieden und Wohlstand leben.“

Wer an einer Mitarbeit in der „Initiative Vielfalt und Zusammenhalt für Siegen-Wittgenstein“ interessiert ist, kann sich gerne auch bereits mit einem konkreten Beitragsvorschlag bei der Pressestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein (Telefon 0271 333-2308 oder per Mail an presse@siegen-wittgenstein.de) melden. Dort gibt es dann auch weitere Informationen.

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