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Dieter Wagener sen. feierlich verabschiedet
Langjähriges Vorstandsmitglied der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein

22.11.2016

Kürzlich wurde Dieter Wagener sen. feierlich aus seinem Amt als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied des Trägervereins der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, dem Verein zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft im Kreis Siegen-Wittgenstein, verabschiedet. Hierzu kamen neben dem Vorsitzenden Arno Wied, Dezernent für Bauen, Umwelt und Wirtschaft, aktuelle und frühere Mitglieder des Trägervereins sowie des Vorstandes der Biologischen Station bzw. deren Mitarbeiter zusammen. Gefeiert wurde im „Forsthaus Lahnquelle“ am Rothaarsteig, das in unmittelbarer Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Wagener liegt.

Landrat Andreas Müller dankte Dieter Wagener sen. und würdigte sein jahrzehntelanges Engagement im Bereich der Zusammenarbeit von Naturschutz, Landespflege, Kreisverwaltung und Landwirtschaft. Nicht zuletzt seine ruhige und besonnene Art habe oftmals die „Kluft“ zwischen Naturschützern und Naturnutzern überbrückt.

Bereits 1987 wurde Dieter Wagener in eine Arbeitsgruppe des Kreises und der Unteren Landschaftsbehörde berufen. Ziel war es, das vom Land NRW für den Mittelgebirgsraum etablierte „Förderprogramm Historische Landnutzungsformen“ bekannt zu machen und für das Programm bei Landwirten zu werben. Vor diesem Hintergrund wurde Wagener 1989 Gründungsmitglied des Trägervereins der Biologischen Station, dem „Verein zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz im Kreis Siegen-Wittgenstein e.V.“. Seitdem war er als Stellvertreter für den Landwirtschaftlichen Betriebshilfsdienst und Maschinenring e.V. im Trägerverein der Biologischen Station durchgehend als Vorstandsmitglied tätig.

Eine der Hauptaufgaben der Biologischen Station ist die Betreuung des Kreis-Kulturlandschaftsprogrammes, eines Umweltprogrammes im Bereich der flächenbezogenen Landwirtschaft. Dieter Wagener selbst gehörte zu den ersten drei Teilnehmern dieses Programms. Viele Flächen seines landwirtschaftlichen Betriebes, der heute durch seinen Sohn Dieter Wagener junior geführt wird, liegen im FFH-Gebiet und Naturschutzgebiet „Rothaarkamm und Wiesentäler“. Mittlerweile werden 25 Prozent der Betriebsfläche im Rahmen des Kulturlandschaftsprogrammes bewirtschaftet. Hierdurch können orchideenreiche Bergwiesen der NRW-Stiftung bei Benfe sowie Magerrasen und Feuchtwiesen zwischen Walpersdorf, Heiligenborn, Großenbach und Erndtebrück durch extensive Pflege auch weiterhin erhalten werden.

Seit fast 30 Jahren beteiligt sich die Familie Wagener auch aktiv im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit am Veranstaltungsprogramm der Biologischen Station und bietet sehr beliebte Familienführungen rund um die Lahnquelle an, wozu auch immer ein Hofrundgang gehört.

Landrat Müller hob hervor, dass Dieter Wagener sen. mehrfach bereits für sein Engagement im Kulturlandschaftsschutz ausgezeichnet und geehrt worden sei: z.B. auf der Tagung „20 Jahre Vertragsnaturschutz in NRW“ 2006 in Recklinghausen mit einer durch den damaligen NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg für herausragende Erfolge im Arten- und Vertragsnaturschutz des Landes NRW überreichten Ehrenurkunde, des weiteren 2008 im Rahmen eines vom Bund Heimat und Umwelt Deutschland (BHU) bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs mit der Auszeichnung „Landwirtschaft schafft Kulturlandschaft“ sowie 2013 mit dem Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg.

Andreas Müller hob auch den persönlichen Einsatz in weiteren Vereinen, Gremien und Projekten hervor, wie u.a. die Mitgliedschaft im Kreis-Jagdbeirat, im Verein zur Förderung der Rindviehzucht im Altkreis Siegen, im Vorstand der deutschen Rotviehzüchter e.V., im Vorstand des Westf.-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisen-Genossenschaft Wittgenstein. Die Betreuung einer Wetterstation auf dem Lahnhof für den Deutschen Wetterdienst und die Tätigkeit als Sachkundiger Bürger im Umweltausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein gehören weiterhin zu Wageners vielfältigen Tätigkeiten.

Nicht zuletzt als Folge dieser vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde ihm im April 2012 schließlich die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens zuteil. Landrat Müller beendete seine Rede mit den Worten, dass Dieter Wagener „wirklich jemand sei, der sich für die Menschen in Siegen-Wittgenstein, für die Region und insbesondere für unsere Natur und Landschaft ein Leben lang eingesetzt hat“.

Anschließend dankte auch die Geschäftsführerin der Biologischen Station, Bärbel Kaiser, Dieter Wagener im Namen der Vereinsmitglieder und der Mitarbeiter für seine lange Tätigkeit im Verein und Vorstand und überreichte ihm einen Präsentkorb mit einer speziellen Auswahl an trockenen Weißweinen. Peter Fasel, Leiter der Biologischen Station, schloss sich dem Dank an und überreichte seinerseits Hannelore Wagener einen Blumenstrauß für ihre Unterstützung, ohne die ein so vielfältiges ehrenamtliches Engagement nicht möglich wäre.

Dieter Wagener bedankte sich für die schöne gemeinsame Zeit und ergriff die Gelegenheit zu einem Rückblick in die Geschichte des Lahnhofes, der bereits in den ältesten Darstellungen aus dem Siegerland genannt wird.

Im Anschluss an das offizielle Programm gab es beim Essen reichlich Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre über die vergangenen gemeinsamen Zeiten zu unterhalten.

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