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Untere Jagdbehörde des Kreises appelliert an Jäger:
Mit Drückjagden Wildschweinplage bekämpfen

14.10.2016

Die Untere Jagdbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein fordert die heimische Jägerschaft auf, Wildschweine noch intensiver zu bejagen – insbesondere durch revierübergreifende Drückjagden. Das hat der zuständige Dezernent Henning Setzer jetzt noch einmal deutlich gemacht. Schon seit geraumer Zeit drängt die Jagdbehörde in Gesprächen mit der Kreisjägerschaft oder Inhabern von Revieren in stadtnahen Bereichen zur verstärkten Bejagung der Schwarzkittel. Zuletzt waren solche Bejagungsmethoden auch Thema beim Jagdrechtsforum im Kulturhaus Lÿz.

Henning Setzer weist aber auch darauf hin, dass es bereits gute Initiativen gibt. So wurde nach Gesprächen mit dem Bundesforst eine Drückjagd im Bereich der Trupbacher Heide durchgeführt. Revierübergreifende, gemeinsame Drückjagden sind darüber hinaus in vielen Bereichen Siegen-Wittgensteins gängige und erfolgreiche Praxis. Trotzdem müssten angesichts der enorm starken Wildschweinpopulationen die Anstrengungen weiter erhöht werden, macht Henning Setzer deutlich.

Milde Winter lassen Populationen wachsen

Die Stärke der Wildschweinpopulationen in den heimischen Wäldern schwankt und nimmt in mehrjährigen Zyklen ab und zu. Aktuell gibt es aber besonders viele Wildschweine, stellt Henning Setzer fest. Grund sind die milden Winter der letzten Jahre, die die Tiere problemlos überlebt haben. Hinzu komme das aktuell hervorragende Futterangebot z.B. in Form von Eicheln oder Bucheckern.

Zusätzlich brauchen Wildschweine aber auch tierisches Eiweiß. Dies erhalten sie, indem sie Wiesen, Felder und Gärten umgraben, um an Würmer, Larven, Käfer oder auch Mäuse heranzukommen.
Aktuell sind im Siegerland besonders starke Schäden durch Wildschweine zu verzeichnen, insbesondere in stadtnahen Bereichen von Siegen. Fast täglich erhält die Untere Jagdbehörde Meldungen über verwüstete Wiesen oder auch Gärten.

Wildschweinbejagung nicht einfach

Objektiv müsse man aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Bejagung der Wildschweine nicht einfach sei, erläutert Setzer: In so genannten „befriedeten“ Bezirken dürfe nicht geschossen werden, um Menschen nicht zu gefährden. Das gilt gerade auch für Siedlungsbereiche.

In den Wäldern sind Wildschweine nur schwer zur Strecke zu bringen. Tagsüber verstecken sie sich in dichtem Unterholz. In der Dämmerung brechen sie dann zur Nahrungssuche auf. Nachtzielgeräte sind per Bundesgesetz verboten – Jäger sind also auf Mondlicht angewiesen.

Hinzu kommt, dass Wälder heutzutage viel intensiver für die Freizeitgestaltung genutzt werden – bis in die Dunkelheit hinein. Auch das verscheucht Wildschweine und macht die Bejagung schwieriger.
Deshalb sind aus Sicht von Henning Setzer vor allem Drückjagden ein probates Mittel, um die Wildschweinbestände zu verringern. Doch auch diese sind nicht überall unproblematisch durchzuführen. In Bereichen, in denen viele Straßen durch Waldgebiete führen, können flüchtende Wildschweine auch zu schweren Unfällen führen. Wie man solche Drückjagden optimalerweise durchführen kann, war deshalb auch Thema beim letzten Jagdrechtsforum.

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