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Ausstellungseröffnung im Kreishaus am 25. September:
»Deutsche aus Russland. Ihre Geschichte und Gegenwart«

15.09.2017

Die Geschichte von Deutschen aus Russland, ihr Ankommen in der Heimat ihrer Vorfahren und ihr Leben in der heutigen Bundesrepublik – all das sind Themen einer Ausstellung, die vom 25. September bis zum 13. Oktober 2017 im Kreishaus in Siegen zu sehen sein wird. Eröffnet wird sie am Montag, 25. September, um 18:00 Uhr von Landrat Andreas Müller und Projektleiter Jakob Fischer. Gezeigt werden auch Beispiele der gelungenen Integration der Deutschen aus Russland im Kreis Siegen-Wittgenstein. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch deutsche Volkslieder, die von Deutschen in Russland gesungen werden.

Die Ausstellung ist Teil eines Projekts, das vom Bundesministerium des Inneren (BMI) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird. Sie möchte dem immer noch verbreiteten Mangel an Informationen über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion begegnen. Und sie möchte den zahlreichen Vorurteilen über diese Bevölkerungsgruppe fundiertes Wissen gegenüberstellen.

Der erste Teil der Ausstellung konzentriert sich auf die über zweihundertjährige Geschichte, die seit der Auswanderung von über 200.000 Deutschen nach Russland, unter ihnen viele Familien aus Nordrhein-Westfalen im Russischen Zarenreich, vergangen sind. Sie zeigt anschaulich und an einzelnen Beispielen, mit welchem Fleiß und Erfindungsgeist diese Siedler es nach kurzer Zeit zu ansehnlichem Wohlstand gebracht haben. Vorgestellt werden die sechs großen deutschen Siedlungsgebiete in Russland: an der Wolga, in der Ukraine, im Kaukasus, in Bessarabien, im Baltikum und in Wolhynien.

Die Wanderausstellung „Deutsche in Russland. Geschichte und Gegenwart“ zeigt aber auch eindringlich, welchen Benachteiligungen und Verfolgungen – insbesondere im 20. Jahrhundert – diese deutsche Bevölkerungsgruppe ausgesetzt war. Das waren nicht nur Angriffe auf Leib und Leben, sondern auch die Versuche, den Nachfahren der deutschen Einwanderer deren Sprache und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten in Russland auszutreiben.
Der zweite Teil der Ausstellung befasst sich mit der Rückkehr der Deutschen aus Russland in das Land ihrer Vorfahren, die insbesondere nach 1988 in Gang gekommen ist. Er geht auf Aufnahme und Integration der Deutschen aus Russland als Erfolgsgeschichte in Deutschland ein, auf die Probleme und das viele Positive, das darüber zu berichten ist.

Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt mit einer Power-Point-Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt auf Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Er informiert mit interessanten Dokumentationen über die Geschichte dieses leidgeprüften Volkes, benennt Beispiele von Zusammenleben, von glücklichem Ankommen, von neuen Wurzeln, neuer Heimat, verständnisvollem Miteinander.

Wer Rückfragen zur Ausstellung oder Interesse an einer Führung hat, kann sich direkt an Jakob Fischer wenden (Tel. 0171 – 40 34 329, Email: J.Fischer@LmDR.de).

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