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Ausstellung "Un-korrekte Cartoons" von Phil Hubbe eröffnet:
"Mit Behinderungen ist zu rechnen..." bis 27. November im Kreishaus

02.11.2015

„Auch Behinderte haben ein Recht, verarscht zu werden“, zitierte Cartoon-Zeichner Phil Hubbe bei der Ausstellungseröffnung den Kabarettisten Herbert Feuerstein. Für Hubbe ist es keine Frage, dass man auch über Behinderte und Behinderungen lachen darf. Er ist selbst seit Mitte der 80er Jahre an MS erkrankt und zeichnet seit 1992 beruflich und leidenschaftlich Cartoons rund um das Thema Behinderungen. Ob es schon Beschwerden von anderen Behinderten gab? "Selbstverständlich! Und zwar deswegen, weil ich ihre Erkrankung, zum Beispiel Parkinson, noch nicht zum Thema meiner Cartoons gemacht habe“, lachte der Künstler. Er wünschte sich, dass alle Besucher der Ausstellung herzlich lachen, wenn ihnen danach ist.

Auch Landrat Andreas Müller setzte sich in seiner Begrüßungsrede mit der Frage auseinander, ob man über Behinderungen lachen darf. Hubbes Cartoons und deren Pointen gingen nicht zu Lasten der Behinderten, sondern seien selbstironisch und machten die Unbeholfenheit von Nicht-Behinderten im Umgang von Menschen mit Handicaps deutlich. „Oder sie spießen Alltagssituationen auf, die zeigen, dass unsere Inklusive-Gesellschaft Behinderte doch nicht immer so im Blick hat, wie es eigentlich selbstverständlich sein sollte.“ Ziel von Hubbes Arbeit sei es, Barrieren abzubauen und das Verhältnis untereinander zu entkrampfen. Abschließend dankte Andreas Müller dem Künstler für seinen Besuch im Kreishaus und Martin Schneider, Vertrauensperson für Schwerbehinderte in der Kreisverwaltung, dafür, dass er die Ausstellung nach Siegen geholt hat.

Die Ausstellung „Mit Behinderungen ist zu rechnen...“ kann bis 27. November im Foyer des Kreishauses in Siegen zu den üblichen Öffnungszeiten montags bis freitags von 7:30 bis 18:00 Uhr besichtigt werden.

Für seine Arbeiten wurde Phil Hubbe mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2014 mit dem Medienpreis der Amsel-Stiftung. Er hat sechs Bücher veröffentlicht und bringt seit 2008 jährlich den Kalender „Handicaps“ heraus.

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